Prof. Dr. Lemmer Schmid

Prof. Dr. Lemmer Schmid

Professor für Motologie, Persönlichkeitsentwicklung durch Körper- und Bewegungserfahrung

"In Beziehung gehen - der Weg in die Präsenz"

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Auf welchen wegen man Professor für Motologie wird und wie Lemmer versucht ganzheitliche Herangehensweisen und Methoden der Salutogenese mit seiner Leidenschaft dem Kontakt Improvisationstanzen zu verbinden, darüber spreche ich mit ihm in diesem Interview. Wir sprechen über die Bedeutung des Einbeziehens des Körpers als wichtiges Element für die Beziehungsfähigkeit in der Begleitung anderer Menschen.

Prof. Dr. Lemmer Schmid

Zum Beitrag

Nach seinem Psychologiestudium in Marburg promovierte Lemmer Schmid im Fach Motologie über die positiven Auswirkungen von Tanzimprovisation auf die psychische Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Er ist approbierter Verhaltenstherapeut für Kinder und Erwachsene mit den Schwerpunkten Körper- und Bewegungstherapie. Nach langjähriger Tätigkeit als Psychotherapeut und Supervisor in verschieden Einrichtungen wie dem Maßregelvollzug, psychiatrische Akutstation und Tageskliniken, hat er 2015 einen Ruf als Professor für Motologie an der Hochschule Emden/Leer angenommen. Hier lehrt und forscht im Bereich Embodiment & Somatics und Humankompetenzbildung im Hochschulkontext. In seiner Freizeit unterrichtet und vor allem tanzt er seit vielen Jahren leidenschaftlich Kontakt-Improvisation.


„PeAk! – Personale Kompetenzentwicklung zur Förderung verantwortungsbereiter, nachhaltigkeits- und gesundheitsbewusster Akademiker*innen“
Durch die Förderung von „innovativen Lehr-Lern-Konzepten (ILLK) des Landes Niedersachsen, untersucht er in dem Projekt „Peak!“, wie Selbsterfahrungsräume für Studierende gestaltet werden könnten, in denen sie im Sinne einer „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) eine verantwortungsbereite, nachhaltigkeits- und gesundheitsbewusste Haltung entwickeln können. Als methodischer Zugang werden über körper- und bewegungsorientierte Methoden Humankompetenzen wie Selbstsorge, Selbstmanagement, Emotionsregulation oder Stressresilienz erfahrbar gemacht und in sogenannten Peer2Peer Kleingruppen auf persönlicher, beruflicher und gesellschaftliche Ebene reflektiert. Dieses interdisziplinäre Modul ist inhaltlich an eine Veranstaltungsreihe „Soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“ gekoppelt.

Lemmer Schmid selbst über den Beruf des Motologen:

Das spannende am Beruf des Motologen: Psychotherapie und auch die Praxis der Motologie lässt sich nicht nach einem eindeutigen Schema Schritt für Schritt „ab-arbeiten“. Jede Einheit ist eine Entdeckungsreise voller Unvorhersehbarkeiten.
Nur wenn mensch sich wirklich auf den Augenblick einlässt, kann dem Gegenüber begegnet werden und unterstützend begleitet werden. Hierfür muss mensch sich selbst immer wieder von den eigenen Vorstellungen freimachen. Das erfordert die Bereitschaft, auch von seinen Klienten lernen zu wollen. Es ist beeindruckend, wie viel Leid ein Mensch ertragen und wie viel Lebensmut und -kraft er aktivieren kann, um immer wieder aufzustehen, nach vorne zu blicken und weiter zu gehen.

Kontakt: J.Lemmer.Schmid@HS-Emden-Leer.de

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2 Kommentare

  • Lemmer Schmid spricht mir aus dem Herzen: Schon zu Beginn das Beispiel mit „den spielenden Hunden“ macht Lust auf natürliche, offene und ehrliche Begegnung, wie ich sie mir im gesellschaftlichen Leben viel mehr wünsche.
    Und dann fühle ich mich bestärkt in dem, was ich versuche, nämlich Lehrer*innen + Schulleiter*innen und schulische Gruppen zu unterstützen („Coaching und Beratung in Schulen“), mit Freude und Zuversicht noch mehr in die Eigenverantwortung zu gehen. Aufzuhören zu viel zu funktionieren! Wirklich die „Eigenverantwortliche Schule“ (Niedersachsen) zu leben, beim Wort zu nehmen und die Kontakt-Räume zu nutzen, echte Persönlichkeit zu zeigen- sich noch viel mehr zu trauen, mit Körper, Geist und Seele in Kooperation mit den anderen zu handeln. Mit ihnen in Kontakt SEIN. Meistens genießen Gruppen (und die Einzelkämpfer)es sehr, wenn sie sich behutsam vortasten, in ihrer Schule spannende Begegnungen -nicht nur über den Kopf- einzugehen. Und ich genieße es sehr, wenn es mir im Kontakt gelingt, dieses zu ermöglichen, und die Akteure ihre Erfahrungen weiter nutzen.
    Das Projekt „Peak“ finde ich super- mehr davon! Ich wäre selbst gerne mal wieder in einem Projekt, das Konzeption und Praxis unmittelbar verbindet. Auch das ist mir klar geworden.
    Ich danke sehr für das bereichernde Interview!

  • Eine berührende Inspiration – vielen Dank für das Interview, die vielen Ideen, die für mich Visionen für eine neue Zeit sind. Contact in Schulen, Bewusstheit als Schulfach, Persönlichkeitsentwicklung als Basis einer Gesellschaft, die fähig wird, nachhaltig mit der Erde und liebevoll mit der Mitschöpfung umzugehen… Ich wünsche Euch, Dir Lemmer und Silke, weiterhin so viel Wind unter Eure Flügel!

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