

Thomas Hübl
Autor, Gründer Academy of Inner Science und des Pocket Projects, moderner Mystiker
"Für mich ist Zuversicht ein Effekt von Selbstkontakt."
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Thomas Hübl spricht über Zuversicht als unmittelbaren Effekt von Selbstkontakt – nicht als Hoffnung auf eine bessere Zukunft, sondern als gegenwärtige Gestaltungskraft. Er zeigt auf, wie Zukunftsängste junger Menschen oft ein kollektiver Entgiftungsprozess sind: Unverarbeitete gesellschaftliche Wunden drängen an die Oberfläche. Seine zentrale Botschaft: Bildungseinrichtungen brauchen kollektive Heilungsräume, in denen Emotionen als "Bindegewebe der Gesellschaft" verstanden werden. Statt Therapie-Wartelisten plädiert er für Gemeinschaften, die gemeinsam verarbeiten. Sein Vorschlag eines Schulfachs "Lebenskunst" – mit Selbstregulation, Beziehungsfähigkeit und Konfliktkultur – ist kein Nice-to-have, sondern ein "essential skill" für eine zuversichtliche Generation.
Zum Beitrag
Thomas Hübl ist Lehrender, Unternehmensberater, Autor, moderner Mystiker, Gründer der Akademie of Inner Science und Initiator des internationalen Pocket Projects. Seit 2004 hält Thomas Workshops, mehrjährige internationale Trainingsprogramme und Festivals ab. Sein jährlicher Online Summit zu kollektivem Trauma zieht internationale Forscher und 100000e Teilnehmende an.
Er wird regelmäßig als Gastredner zu Konferenzen auf der ganzen Welt eingeladen. Seine Intention ist es, innere Wissenschaft mit der äußeren, akademischen Wissenschaft zu verbinden. Seit 2018 gibt es ein PhD-Programm in Kooperation mit verschiedenen Vertretern von Universitäten in Europa und den USA.
Seit 2020 gibt es einen MA (Master of Arts) Studiengang „Inner Science“ in Kooperation mit der Ubiquity University in Kalifornien.
Im März 2020 ehrte die Ubiquity University in Kalifornien Thomas Hübl mit einem Ehrendoktor. Das gemeinnützige Pocket Project zielt darauf ab, Bewusstsein und Verständnis für kollektive Traumata zu schärfen und deren Auswirkungen auf unsere globale Kultur zu reduzieren.
Wenn Du mehr wissen möchtest...
Hübl, Thomas; Schwartz, Richard C. (2025): Releasing Our Burdens: A Guide to Healing Individual, Ancestral, and Collective Trauma. Boulder, CO: Sounds True. ISBN 978-1-64963-410-8.
Hübl, Thomas (2023): Die heilsame Kraft unserer Beziehungen: Trauma transformieren durch die Praxis wahrer Verbundenheit. Aus dem Englischen von Hanna R. Müller. Verlag: Irisiana. ISBN 978-3-424-15449-8.
Hübl, Thomas; Jordan Avritt, Julie (2023): Attuned: Practicing Interdependence to Heal Our Trauma—and Our World. Boulder, CO: Sounds True. ISBN 978-1-64963-156-5.

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3 Kommentare
Wie wichtig doch „das Wie“ einer Institution sich ausmacht…
Ich mag den Begriff von Emotionen als Bindunggewebe (im Bildungsgewerbe).
Dazu passt: Haltung.
Und um die zu fördern, empfehlen sich womöglich „Empathieteekränzchen“, wo ich mich inkl. Haltungsschäden zeigen darf/will.
Wer will mit?
Diese eigene kreative Gestaltungskraft zu spüren und auch gut zu spüren wann und wo sie auf andere Resonanzräume wirkt um noch mehr Gestalt anzunehmen. Großes Forschungsfeld. Danke für dieses sehr inspirierende und „das Kleine im Großen und andersherum-einordnende“ Interview. Oft rutscht mir das „kleine“ Potenzial durch das Auslagern auf „die großen Fragen“ weg: Die eigene kreative Gestaltungskraft zu spüren in der 1:1 Beziehung meines Gegenüber und damit den kleinsten kollektiven Begegnungsraum zu erschaffen. Danke auch Silke für die persönliche Frage an Thomas zur eigenen Schulzeit, sehr berührend und wunderbar anschaulich wie das Wissen und Erfahrung über Beziehungsräume und Resonanz in Aktion hin- und herfließen kann. 🙂
Bräuchte es Empathie- & Zuhörräume statt Trainingsräume (-modell)?
Zuhören & Zuneigung statt Disziplinierung
Kooperation statt Konkurrenz
Verbindung statt Separation
S&S lernen von L&L, die sie lieben ♡