

Ladina Gerhard
Vortragende und Bildungs-Impulsgeberin für neue Lernkultur, ehemalige Schülerin an der Alemannenschule Wutöschingen
"Es wäre schön, wenn die Lehrer realisieren würden, dass Lernen an sich nicht nur auf inhaltlicher Ebene stattfindet, sondern vor allem auch ein emotionaler Prozess ist. Und dass wir Schüler eigentlich nur dann wirklich lernen, wenn wir uns sicher fühlen und wenn man das gerne macht. Und wenn ständig dieser Druck kommt, dann blockiert das bei uns, also dann ziehen wir uns auch zurück."
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Ladina Gerhard, gebürtige Schweizerin, erzählt von ihrem Schulweg durch drei Länder – Schweiz, Italien und Deutschland. In der neunten Klasse wechselte sie eigenständig und ohne Eltern an die Alemannenschule Wutöschingen. Ihre Motivation, über dieses Schulmodell öffentlich zu sprechen, speist sich aus der Erfahrung, dass Schule grundlegend anders funktionieren kann: mit Eigenverantwortung, Wahlfreiheit und Vertrauen.
Zum Beitrag
Ich bin 19 Jahre alt und habe meine Schulzeit in verschiedenen Schulsystemen erlebt – zunächst in der Schweiz, anschließend in Italien und schließlich an der Alemannenschule Wutöschingen, an der ich mein Fachabitur abgeschlossen habe. Der Wechsel an die ASW war für mich prägend, da ich dort ein Schulkonzept kennengelernt habe, das Lernen grundlegend anders organisiert: ohne klassischen Unterricht, ohne ständigen Leistungsdruck und mit einem starken Fokus auf Selbstverantwortung, Vertrauen und Beziehung.
An der Alemannenschule steht nicht Unterricht im Vordergrund, sondern selbstverantwortliches Lernen in Lernlandschaften, begleitet durch Lernbegleiter:innen. Lernentwicklung wird über Kompetenzraster transparent gemacht, sodass Fortschritte sichtbar werden und individuelle Lernwege möglich sind. Beziehung, Orientierung und Vertrauen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Mein Interesse gilt der Frage, wie Schule gestaltet sein muss, damit junge Menschen sich ernst genommen fühlen und Lernen als etwas Sinnvolles erleben können.
Deshalb erzähle ich heute in eigenen Vorträgen und auch gemeinsam mit Stefan Ruppaner davon, wie sich die Schmetterlingspädagogik und damit die Haltung der Alemannenschule Wutöschingen aus der Perspektive von Schüler:innen anfühlt.
Mir geht es darum, diese Erfahrungen sichtbar zu machen und weiterzugeben – nicht nur das Schulkonzept zu erklären, sondern zu zeigen, wie es sich im Alltag tatsächlich lebt und welche Wirkung es auf Lernen, Motivation und Zuversicht haben kann.
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Ein Kommentar
Ein wunderbares Interview, danke!
Ich habe jetzt dieses Thema so oft in den Vorträgen gehört, dass es in erster Linie um die Beziehung geht, damit die nötige Motivation zum Lernen entstehen kann. Und dass die Schüler:innen immer wieder gefragt werden sollten, wie es ihnen geht. Aber in der Praxis wird das nur selten umgesetzt. Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass sich das nach diesem Bildungsgipfel ändert!