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Wie steht es um das Bildungssystem in Mitten von globalen Herausforderungen? Wir machen eine Bestandsaufnahme, die zeigt, dass wir nicht mehr länger warten können.

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Wie steht es um das Bildungssystem in Mitten von globalen Herausforderungen? Wir machen eine Bestandsaufnahme, die zeigt, dass wir nicht mehr länger warten können.
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5 Kommentare
Liebe LKZ-Leute,
ich hatte eine Diskussion mit meinen Kollegen (eine private Berufsschule) auf der ich die Thesen dieses Essentials vertrat, ohne es zu kennen. Davon erzählte ich meiner Freundin, die hier den LKZ-Kurs besucht und sie zeigte mir das Video, das wie das sprichwörtliche Gesäß auf den Eimer passte.
Ich würde es sehr gerne meinem Kollegen zeigen. Ist das irgendwie möglich?
Rolf Nötzold
Liebe Helena,
nach über 20Jahren an einer Montessorischule mit vielen tollen Lehrerinnen um die 60, 50, 40, 30 musste diese Schule leider schließen. Danach war ich an einer Grundschule, an der es keine Differenzierung und kein Lernmaterial zum Anfassen gab. Dort waren sehr vielen jungen KollegInnen, die sich alle ganz schnell dem Konzept der Schule angeschlossen haben. Manche hatten auch selber keine Ahnung von Differenzierung. Auch nach der QA, die alles anmerkte, gab es keie Veränderung. Die Schulrätin hat sich auch nicht um die Umsetzung der Kritikpunkte der QA gekümmert.
Eine Veränderung muss von ganz oben kommen. Jede Kollegin und jeder Kollege muss gezwungen werden, die Kinder da abzuholen, wo sie sind und differenziertes Material anbieten.
Leider sind viele in den Schulleitungen um die Mitte 50 und noch um 10 Jahre dabei.
Wirklich „neue Lehrer:innen“ sehe ich erst ab dem Lebensalter um die 30 abwärts. Wobei es natürlich Ausnahmen gibt.
Von daher stimme ich zu, dass das Schulsystem schnell von außen geändert werden muss.
Ich hoffe sehr, dass es zeitnah zu den positiven Veränderungen kommt, sonst werden noch sehr viele Potenziale brach liegen und sehr viele Menschen unnötig krank sein bzw. werden.
Liebe Helena, ich bin 50 und hatte mich vor gerade einem 3/4 Jahr dazu entschieden in Schulleitung zu gehen, um Schule zu verändern. Ich habe mich seit meiner Ausbildung vor 13 Jahren bereits mit reformpädagogischen Ansätzen beschäftigt, war 11 Jahre lang an einer großen Schule mit reformpädagogischen Ansätzen, habe erfolgreiche Bildung mit Desing Thinking, forschendem Lernen, ServiceLearning, der Herausforderung etc. erlebt. … Ich erlebe viel jüngerer Lehrer:innen, die nur von vorne unterrichten… Also am Alter liegt es nicht!
Es liegt an der Angst vieler Lehrer: innen loszulassen, Angst vor Eltern vor denen man sicht rechtfertigen muss, vor dem Verlust einer „scheinbaren“ Objektivität ihrer Leistungsbewertung. Es liegt an systemimmanenten Problemen, die es unfassbar schwer machen eine festgefahrene Schulkultur zu änden.
Ich kann dem nur zustimmen. Auch wenn wir mit Digitalen-Tafeln und Tabletts unseren Schulen einen modernen Anstrich geben, sind sie in ihrer Grundausrichtung immer noch die Schulen Maria-Theresias. Es ist wahrscheinlich wirklich gut, wenn die Bewahrer des Schulsystems – die Baby-Boomer-Generation (zu der ich selber gehöre) – endlich bei Seite treten und die nachfolgenden Generationen das Schulsystem von Grund auf umkrempeln, denn – wie ebenfalls im Video gesagt – mit Klein-Klein und da ein bisschen drehen und dort ein wenig aufhübschen werden wir nicht weiterkommen.