Pioneers of Education

online Bildungsgipfel/21

19.-26. März

Mit der Kraft des Wir die Zukunft unseres Bildungssystems gestalten.

und jetzt? Vernetzung!

Und jetzt?

Wie kann es weitergehen? Welche Ideen hast Du die Kraft des Wir in deiner Kommune zu aktivieren? Wie kommen die Menschen in Deiner Schulcommunity miteinadner ins Gespräch? Wie gibst Du die Inspiration aus dieser Woche weiter? Welche Ideen hast Du in diesem Jahr, die Frage nach Sinn und Werten in unserer Gesellschaft, in unserem Bildungssystem anzustoßen? Wo bist Du auf der Suche nach Mitstreiter:innen?

Erzähle uns von Deinen Ideen und vernetze Dich mit anderen über die Kommentare.

35 Kommentare

  • Andreas Böhm

    Ich habe in meinem letzten Kommentar auch deswegen versucht eine grundlegende Theorie darzulegen, damit wir das Wesentliche nie aus den Augen verlieren.
    Ein Beispiel: Falls ein Lehrer in der 1.Stunde mit den Kindern ein Achtsamkeits-Taining durchführt und danach in der 2.Stunde wieder seinen „normalen“ Frontalunterricht durchzieht, dann ist das letztlich nicht zielführend (oder – wie Otto schreibt – „die Suche nach Freiheit in einer Gefängniszelle“ :-).

    Und sehr wichtig ist auch immer die Bewusstheit der folgenden Zusammenhänge:
    Wenn meine Erkenntnis-Theorie „wahr“ ist, dann müssten wir – wegen der Unterdrückung unsere Grund-Bedürfnisse und -Gefühle und deren permanenten „totalen Verdrängung“ („Auslöschung“) – im Alltag eigentlich ein latent-vorhandenes diffuses Mangel-Gefühl der Unzufriedenheit haben und unglücklich sein – und in der Begegnung mit anderen Menschen dies auch zeigen.

    Da unsere Gesellschaft mit einem neoliberalen Wirtschaftssystem und die daran gekoppelte Werbe-Industrie uns aber permanent (vor allem bildlich) eine „Glitzerwelt“ präsentiert, in der alle schön, reich, erfolgreich, mächtig sind – und anscheinend auch sehr zufrieden und glücklich – streben natürlich auch die „Normalbürger“ danach – und wollen also auch Teil dieser Welt sein – ebenfalls dazugehören – um möglichst viel Anerkennung und Liebe zu bekommen.
    Die Werbe-Industrie gaukelt ihnen nun vor, dass sie diese Ziele auch erreichen können (wenn sie sich nur genügend anstrengen) – also auch Teil dieser wunderschönen Welt – und dieser glücklichen Menschen – werden können. Sie müssen nur erfolgreich sein und viel Geld verdienen – um dies ausgeben zu können. Sobald sie viel Geld verdienen (oder auf anderen Wegen bekommen), kaufen und konsumieren sie „auf Teufel komm raus“ – sie wollen unbedingt auch in einer Luxus-Villa leben, ein tolles (und teures) Auto fahren – und ihren Urlaub in einem prestigeträchtigen Ferienort verbringen.
    Da viele Menschen das nicht erreichen (können), versuchen sie es eben eine Nummer kleiner – z.B. mit einer Doppelhaushälfte und einem schönen, aber nicht ganz so teuren Auto. Oder sie kaufen sich (sehr) teure Kleidung, die sie anderen noch besser präsentieren können als z.B. ihre teuren Möbel zuhause.
    Oder sie versuchen eben in ihrem Beruf erfolgreich zu sein, um noch mehr Geld zu verdienen. Wer das auch nicht schafft, macht ein „Motivations-Training“ bzw. ein „Selbst-Optimierungs-Training“ oder versucht es mit Glücksspielen oder mit Aktien oder mit irgendwelchen anderen Kursen, Videos, Büchern (z.B. „Der Weg zum Millionär in 10 Tagen“) – oder aber mit illegalen, kriminellen Machenschaften.

    Allerdings haben alle diese Menschen eines gemeinsam: Sobald sie das Wunschobjekt haben und besitzen, sind sie nur kurzfristig zufrieden und glücklich – auch weil ihnen die Werbeindustrie suggeriert, dass sie noch mehr haben müssen – die noch bessere Küche – das noch modernere Wohnzimmer – um wirklich glücklich zu werden. Und so werden sie verführt – auch durch Neid – immer noch mehr haben zu wollen. Sie glauben den Versprechen der Werbeindustrie, dass sie sich einfach nur noch mehr anstrengen und ihr Leben noch mehr optimieren müssen, damit sie endlich glücklich werden – und kaufen sich eben ein neues (noch teureres) Haus oder ein neues, besseres Auto (oft verbunden mit zunehmender Verschuldung). Oder sie ersetzen immer wieder die „alte“ Kleidung durch neue. Oder sie machen einen weiteren „Optimierungskurs“, um auch beruflich aufzusteigen und Karriere zu machen.

    Selbst bereits die Kinder und Jugendlichen werden mehr oder weniger „gezwungen“, dieses Spiel mitzuspielen, um in der Gruppe der Gleichaltrigen „dazuzugehören“. Um besonders „cool“ zu sein, müssen sie vor allem gut und cool aussehen, sportlich durchrainiert und immer gut gestylt sein (bezogen auf Frisur, Schmuck und Klamotten) – und auch immer die neuesten Armbanduhren, Playstation, Videospiele, Bikes oder Scooter „haben“ – um sie anderen stolz präsentieren zu können. Oder sie müssen im Sportbereich oder bei virtuellen Spielen oder eben in anderen Bereichen erfolgreich sein (was sich ja ebenfalls wunderbar vermarkten lässt, um Profite zu erzielen).

    Aber auch ihnen wird bald bewusst, dass sie nicht das bekommen, was sie sich so sehr wünschen – wonach sie sich so sehr sehnen: Aufmerksamkeit und Anerkennung! Im Gegenteil: Entweder „ernten“ sie oft nur Ablehnung oder Spott („wie uncool“) – oder auch (nicht offen gezeigten) Neid.
    Und da ihre noch größere Anstrengung nach Optimierung (noch besser – noch moderner – noch teurer) nicht zum gewünschten Ziel der höchsten – optimierten – Anerkennung und Liebe führt, bleiben sie weiterhin unzufrieden und unglücklich.
    Und damit taucht ein fast noch größeres Problem auf:
    Sie dürfen dieses Gefühl der eigenen Unzufriedenheit keineswegs vor allen zeigen – oder zugeben, weil sie ja dann nicht mehr Teil der „Glitzerwelt“ wären, in der ja alle anscheinend so glücklich sind. Damit verbunden wäre die sehr große Angst, zum Außenseiter zu werden – und überhaupt keine Anerkennung und Liebe mehr von Gleichaltrigen zu bekommen.
    Und so sind sie „gezwungen“, dieses Gefühl der permanenten Unzufriedenheit vor anderen zu verbergen – und zu unterdrücken.

    Letztlich spielt (fast) jeder in unserer Gesellschaft dem anderen nur etwas vor. (Beispiel: Auf die Frage „Wie geht’s?“antwortet „man“ automatisch „Gut!“.)
    Solange sich also (fast) jeder Mensch hinter einer Maske verbirgt und seine Unzufriedenheit nicht zeigt, glauben alle, die anderen wären glücklich – nur man selber nicht!

    Und genau das ist es, was ein „kritisches Überdenken“ unseres Wirtschaftssystems – und eine Transformation unserer Gesellschaft verhindert.
    (Von den Regierenden – vor allem vom Wirtschafts-Minister – können wir das nicht erwarten, da die Kauf- und Konsum-Sucht der meisten Menschen als der Motor und die Voraussetzung von permanentem Wirtschaftswachstum – und damit von weitgehender Vollbeschäftigung und der Verhinderung von Unruhen oder sogar Aufständen in der Bevölkerung – gesehen wird.)
    Und deswegen hat „die Politik“ auch kaum Interesse an Veränderungen (weder bezüglich der Eltern-Kind-Beziehung in den Familien noch der Lehrer-Kind-Beziehung in den Schulen – bzw. der Schule an sich) !!
    Die permanente Unzufriedenheit der Menschen und die damit wachsenden physischen oder/und psychischen Krankheiten sind „Kollateralschäden“, die man eben hinnehmen muss.

    Um auf das Ausgangsproblem zurückzukommen:
    Da wir infolge einer „autoritären“ Erziehung (die nur halbherzig an demokratischen Werten und Kinderrechten orientiert ist)
    – sowohl im Elternhaus (auch Liebesentzug durch Eltern ist „autoritär“ – mit „Gewalt“ verbunden) – als auch in der Schule
    unsere Grund-Bedürfnisse und -Gefühle unterdrücken müssen, die mit der Zeit bewusst gar nicht mehr wahrgenommen werden (können),
    aber wir permanent wegen diesem „Mangel“ der „Unvollkommenheit“ eine diffuse unbewusste Unzufriedenheit „spüren“,
    erhalten wir von der Gesellschaft das „Angebot“, durch permanentes Kaufen und Konsumieren und anderen „Ersatz-Befriedigungen“ diesen Mangel zu kompensieren (wobei der Kollateralschaden der Zerstörung der Natur und der Lebewesen, der Umwelt und des Klimas – also der Lebensgrundlagen der Menschheit – bisher einfach so hingenommen wurde).
    Gleichzeitig werden wir „gezwungen“ („George Orwell und Aldous Huxley lassen grüßen!“), unsere „negativen“ Gefühle in dieser unserer „Glitzerwelt“ zu verbergen, in der uns versprochen wird, durch permanente „Besitz-Haben-Erfolg-Macht-Optimierung“ nicht nur Anerkennung und Liebe, sondern gleichzeitig auch Zufriedenheit und Glück zu erlangen.

    Wir (damit meine ich die Mehrheit der Menschen) sind nicht in der Lage, unsere „Mängel“ offen zu zeigen und zuzugeben
    – weder das „diffuse“ Gefühl der „Unvollkommenheit“ (durch die ins Unbewusste verdrängten und damit nicht mehr wahrgenommenen – sozusagen „ausgelöschten“ – Grund-Bedürfnisse und -Gefühle)
    – noch das Gefühl der chronischen Unzufriedenheit (bei dem permanenten Streben nach Besitz und Haben, Erfolg und Macht – wie in einem „Hamsterrad“)
    – noch das Gefühl des Scheiterns bei dem größten aller Ziele: der Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe!

    Damit sind wir nicht in der Lage, uns von unseren „Irrwegen“ zu befreien. Wir sind Gefangene unserer selbst.
    (Aldous Huxley, brit. Schriftsteller schrieb 1932 – also noch vor Beginn der Nazi-Herrschaft:
    „Die perfekte Diktatur wird den Anschein einer Demokratie machen – einem Gefängnis ohne Mauern – in dem die Gefangenen nicht einmal davon träumen auszubrechen. Es ist ein System der Sklaverei – bei dem die Sklaven dank Konsum und Unterhaltung ihre Liebe zur Sklaverei entwickeln.“)

    Echtheit, Offenheit, Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und anderen wären aber die wichtigsten Voraussetzungen für eine Transformation – indem wir:
    – unsere „verschütteten“ Grund-Bedürfnisse /-Gefühle wiederentdecken – um als Mensch wieder „vollkommen“zu werden
    – die Gier nach Haben und Besitz, Erfolg und Macht als den falschen Weg auf der Suche nach Anerkennung und Liebe, Zufriedenheit und Glück entlarven
    – und somit frei werden für die Schaffung einer nachhaltigeren, gerechteren, friedlicheren Welt – für uns und für die nachkommenden Generationen !!!

  • Franz

    Ernte & Vernetzung

    „Wir wollen zurückblicken auf diese Woche Bildungsgipfel und was die Kraft des Wir sichtbar gemacht hat.“

    Zunächst vielen Dank an Silke und das Summit Team für die geleistete Herkulesarbeit. Ich möchte der Einladung zum „Erntedank“ nachkommen und versuchen, einen konstruktiven Beitrag zu leisten.

    Bevor ich zur Ernte komme, will ich auf die aus meiner Sicht zentralen Fragen eingehen.

    Eine Fragestellung von Silke, die ich in vielen Interviews wahrnahm war folgende:

    Wie können wir in die Breite kommen, wie können wir einen systemverändernden Impact erzielen?

    Eng damit zusammenhängend ist die Frage:

    Wie kann eure Methode (Design Thinking, SEE Learning, …) etwas zur gewünschten Transformation beitragen?

    Meine Ernte fällt etwas zweigeteilt aus.

    Ernte Teil 1

    Großartig fand ich das, was ich in den Praxislaboren erlebt habe. Es gibt viele Schulprojekte, die Mut machen, und vor allem die Präsentationen der Schülerinnen und Schüler haben mich sehr beeindruckt.

    Ein nur wenige Minuten altes Highlight war der Workshop „Teachers for Life“ mit Kathrin Höckel und Julian Wildgruber. Auch hier wurde die Frage nach den systemischen Zusammenhängen gestellt und es wurde eine umfassende ganzheitliche Betrachtung gefordert. Dazu einige Zitate aus dem WS:

    Es braucht ein umfängliches Bewusstsein, und das ist mehr als Wissen.
    Engagement entsteht nur bei realem Bezug der Beteiligten.
    Trainer müssen selbst eine transformative Erfahrung gemacht haben.

    Sehr glaubhaft wird diese Forderung wenn man sich folgende Seite anschaut:
    https://www.kathrinhoeckel.com/abenteuer/

    Erfreulich fand ich auch den wiederholten Aufruf von Kathrin und Julian zur Unterstützung (wie können wir den Film in die Breite und vor allem zur Wirkung bringen?) und zur Vernetzung. Das hört sich tatsächlich nach der Kraft des Wir an.

    Ernte Teil 2

    Im 2. Teil finden sich ein paar kritische Gedanken, die neben dem aktuellen Summit Erfahrungen aus einer etwa 20-jähigen Transformationsarbeit einschließen.

    Mein Herzensanliegen könnte ich mit der oben gestellten Frage beschreiben:

    Wie kommen wir in die Breite, wie können wir auf der Systemebene etwas bewirken, welche Methoden eignen sich auf diesem Weg?

    Ich kann mich an viele Interviews erinnern, bei denen die Antworten auf Silkes Frage hierzu, ziemlich dünn ausfielen. Etwas Loriohaft fand ich eine Reaktion, bei der der Gefragte zur Klangschale griff und eine kurze Meditation einlegte und tatsächlich fragte, ob dies als Antwort genug sei.

    Mit dieser kurzen Geschichte will ich nur auf eine Wahrnehmung hinleiten, die ich von vielen Initiativen der transformativen Bewegung und von den zahlreichen Beratern und Coaches kenne. Nach meinem Gefühl macht sich da eine Art McDonaldisierung breit. Auch wenn außen Meditation, Achtsamkeit und Systemdenken drauf steht, wird häufig nur „Fastfood“ angeboten, etwa nach dem Motto, wie können wir die Welt in 7 Tagen retten. Bei vielen Methoden kann ich kaum einen realen Impact erkennen. Hierzu könnte ich mir einen Methoden Summit vorstellen, bei dem diese Methoden in einer Art Benchmarktest den Nachweis ihrer Wirksamkeit antreten können.

    Oft erlebe ich eine Umkehrung der Leitsprüche. Viele Initiativen vertreten das Motto „vom Reden zum Handeln“, beim WS zur Mitmachkonferenz heute Nachmittag hatte ich den Eindruck, dass es hier umgekehrt ist. Ich habe auf vielen vergleichbaren Veranstaltungen teilgenommen, auf denen an Thementischen buntes Papier mit bunten Stiften bemalt wurde, um es etwas ironisch auszudrücken. An ein greifbares Ergebnis (Handeln) kann ich mich nicht erinnern, es blieb bei schönen Gesprächen mit netten Menschen.

    Der Spruch mit der Kraft des Wir spricht mich sehr an. Oft hatte ich in den letzten Tagen den Eindruck, das manche hiermit mehr die Kraft des Ihr meinen. Ihr macht das schon, ihr seid großartig.

    Im Interview mit Waldemar ging es um das Prinzip des Moonshot Thinking. Die Herausforderung, vor der wir mit den diversen globalen Krisen stehen, übersteigt die Herausforderung der Mondlandung um ein Vielfaches. Von daher würde ich mir Trainer und Coaches wünschen, die tatsächlich eine Expertise bzgl. der erforderlichen systemischen Transformation haben. Um im Bild des Summit zu bleiben fühlt es sich manchmal so an, als ob einige Trainer im geheizten Wohnzimmer sitzen und uns zurufen, ihr seid Klasse ihr schafft schon den Aufstieg auf den Mount Everest.

    An dieser Stelle würde ich die Sache mit der Achtsamkeit gerne ernst nehmen und auch die Sache mit dem Systemdenken. In beiden Fällen müssen wir viel mehr in die Tiefe gehen. Dies spricht nicht gegen das Format dieses Summits, aber an Stelle bzw. in Ergänzung von 15-minütigen Breakout Sessions sollte es auch Formate geben, in deren Rahmen man wirklich in die Tiefe gehen kann. Gerade sehe ich im Englisch Lexikon, dass Tiefe auch mit profoundness übersetzt wird.

    In die Tiefe zu gehen, an profunden Lösungen wäre dann auch Teil der Vernetzungsarbeit, die sich hoffentlich an diesen Gipfel anschließt.

  • Wer möchte heute abend bei unserer Abschlussveranstaltung ein Projekt vorstellen, Elevator-Pitch, max. 3 minuten 🙂

    • Hallo Silke, erst mal: toll, wie Du das machst. Danke sehr für Deine Mühe und Dein Engagement!!!
      Ich habe mein Projekt (unten, glaube ich ist es sichtbar) gepostet. Ich brauche dafür eine weite Öffentlichkeit und würde es gerne heute Abend vorstellen. Schaust Du bitte mal, ob es reinpasst?

      • Lieber Georg,
        alles konnten wir heute abend nicht vorstellen, können das aber als Netzwerknews Stück für Stück. Vor allem in der Community ist dafür Platz, um zu diskutieren, dort soll unser ganzjähriges Vernetzungswohnzimmer sein

    • Andreas Böhm

      Ein ganz dickes Lob: Du und deine Mitstreiter – ihr habt das fantastisch gemacht. Es muss ja echt irre viel Arbeit schon in der Vorbereitung gewesen sein. Und auch jetzt in dieser Woche hat alles super gut geklappt! (Nur heute habe ich keine Email bekommen … was schon zu Entzugserscheinungen bei mir geführt hat … 🙂
      Meinen allergrößten Respekt für alle Organisatoren°innen (ich hoffe, das ist gendergerecht :-)) und Helfer°innen !!!

    • Bianca von KiMSchule

      Lernkulturzeit hat mich angeschrieben in Instagram, weil jemand unser Video gesehen hat. Es dauert 2.45 Minuten und stellt die Eindrücke von KiMSchule vor, die wir vom Bildungsgipfel mitgenommen haben.

    • Hallo Silke, auch ich würde gerne versuchen mein Projekt „Modellbau bildet…!“ [MObi] kurz vorzustellen.

      Bei MObi handelt es sich um ein Projekt zur Stärkung der technischen und handwerklichen Bildung – einesteils ganz konkret und praktisch durch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in einer Arbeitsgemeinschaft und in Grundschulkursen, aber auch als Initiative, die sich die Vervielfältigung solcher Angebote zum Ziel gesetzt hat.
      Mangels der entsprechenden Rahmenbedingungen ist die Initiative bisher nicht über das Stadium von Gesprächen mit politisch Verantwortlichen hinausgekommen – die Ergebnisse dieser Gespräche sind leider ernüchtend.

      Mir wäre es wichtig das praktische Projekt vorzustellen und die Bedeutung praktisch-technischer, handwerklicher, praxis- und lebensnaher Bildung herauszustellen.

      Wie und wann würde das stattfinden?

  • Die wahre Geschichte einer Bildungsinitiative

    Liebe alle!

    Bitte glaubt mir, jahrelang bin ich mit viel positiver Energie ans Werk gegangen, die Inhalte hinter den Links zeigen es. Es sind Erlebnisse des letzen Jahres, die mich kopfschüttelnd zurücklassen. Eventuell existiert hier Interesse an diesem Projekt. Oder es hat jemand eine Idee wie man es retten kann. Ziel des Projekts ist die Stärkung praktisch-technischer und handwerklicher Bildung im Besonderen, aber auch allgemein die Stärkung lebensnaher praktischer Bildung.

    Auf Grundlage einer einfachen AG Modellbau an einer Regelschule habe ich 2011 begonnen das Konzept „Modellbau bildet…!“ zu entwickeln. Im Jahr 2015 wurde dann die Initiative „Modellbau bildet…!“ mit dem Ziel gegründet einen Weg zu finden den Nutzen des Konzepts zu vervielfältigen – gemeinsam mit Befürwortern und Mitstreitern.

    Umfangreiche Infos zur Initiative findet man auf folgender Webseite:

    https://modellbau-bildet.jimdofree.com

    Damit begann die politische Arbeit der Initiative, und womöglich der Punkt an dem ich spätestens begonnen habe mich an diversen Stellen unbeliebt zu machen. Jahrelang geräuschlos ehrenamtlich arbeiten wird hingenommen, solange es keinen Aufwand auf Seiten der Verwaltung und bei den betreffenden Stellen erzeugt. Aber man macht sich unbeliebt sobald man beginnt klare Wünsche zu äußern und der Politik Handlungsempfehlungen zu geben. Spätestens wenn man beginnt Forderungen zu stellen und zurückliegendes Handeln zu kritisieren, weil die Wünsche und Empfehlungen nicht auf offene Ohren gestoßen sind, wird man zur Unperson.

    Seit einem Jahr wurden auf Grund der erlassenen Kontaktbeschränkungen sämtliche Kurse der Initiative eingestellt. Mitten im ersten Lockdown wurde der ehrenamtlich geführten Schülerarbeitsgemeinschaft mit 9 Schülern und 8 weiteren betroffenen Grundschülern durch die betreffende Schule der Raum entzogen. Die beiden Schränke konnten in einem Flur der Schule deponiert werden. Der Vorgang wurde mit Umbauarbeiten begründet, und bekanntgegeben, dass eine Wiederaufnahme der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft nach Beendigung des Lockdown und auch der Umbauarbeiten, an dieser Schule ungewiss ist. Eine Anfrage beim Schulträger ergab, dass sich das schulübergreifende Projekt selbst um alternative Räumlichkeiten kümmern muss. Es stünde uns frei Anfragen an andere Schulen der Stadt zu richten. Bisher steht der AG unter Umständen lediglich der Umzug in einen sehr kleinen Grundschulwerkraum mit deutlich schlechterer Ausstattung als Möglichkeit im Raum – eine erhebliche Verschlechterung der Bedingungen.

    Der Umgang von Politik und Verwaltung mit der Angelegenheit ist nicht anders als mit missachtend zu beschreiben.

    Hier einige Links zu zentralen Erkenntnissen und Empfehlungen der Initiative:

    https://modellbau-bildet.jimdofree.com/mobi/ziele/

    https://modellbau-bildet.jimdofree.com/app/download/11458410891/Modellbau-bildet-MFSD_Leitbild.pdf?t=1609894963

    https://modellbau-bildet.jimdofree.com/app/download/11356604791/Aussage_DrHurrelmann.pdf?t=1609894963

  • Tolle Tage! Danke.
    Die heutige Schule orientiert sich weitgehend immer noch am Humboldt’schen Bildungsideal. Wissen, Wissen, Wissen!
    Aber heute ist mehr oder weniger alles Wissen online abzurufen. Die heutige Herausforderung an die Schulen muss es daher sein, die Kinder im Stellen von Fragen zu schulen. Das setzt voraus, dass sie wissen, was sie interessiert (im Gegensatz zu was im Lehrplan steht). Eigene Interessen und Neigungen sollten mehr im Vordergrund stehen als bisher.
    D.h. Kinder sollten – mehr als bisher – sich selber kennen lernen. Ich denke an meinen Turnunterricht: Alle in einer Reihe aufstellen, ein Pfiff: alle laufen so schnell sie können auf die andere Seite des Spielfeldes. Der schnellste wird gelobt, der letzte im besten Fall belächelt. Ich hätte viel lieber gezeigt bekommen wie ein Schritt zustande kommt: die verschiedenen Möglichkeiten, das Gewicht auf einen Fuß zu verlagern, das Gewicht nach vorne zu verlagern etc. Nein: Leistung war wichtig. Nicht die Selbstkompetenz der Schüler. An diesem Prinzip hat sich bis heute nichts wesentlich geändert.
    Ich stelle mir die Schule als Lernort für Lebens-Know-How vor. Wissen vermitteln: ja, aber nicht auf Kosten der persönlichen und sozialen Kompetenzen. Wer einen mündigen Menschen will, muss ihm ermöglichen, sich selbst kennen zu lernen, sich angstfrei zu reflektieren und auszutauschen. Das Erlernen der Selbstkompetenz dem Zufall, dem Elternhaus oder dem Schulhof zu überlassen ist ein arges Versäumnis.
    Seit 40 Jahren unterrichte ich Selbstkompetenz, allerdings im Kontext der Mitarbeiter-Weiterbildung in Unternehmen, wo man dieses Fach als „Soft-Skills“ bezeichnet. Ein Kommentar, den ich von reiferen Menschen unzählige Male gehört habe, ist: „Hätte ich das m9t 16 gewusst, wären mir viele Schwierigkeiten erspart geblieben“. Aus Erfahrung weiss ich, wie dankbar Schüler sind, wenn sie diese Inhalte lernen dürfen. Leider viel zu selten.
    Nein, ich schlage kein eigenes Schulfach vor. Aber so mit 14 könnte man eine Art Schullandheim-Aufenthalt einführen, bei dem es 3-5 Tage lang nur um Selbstkompetenz geht, Lebens-Know-How. Wer hilft mit, das auf diese oder ähnliche Art zu verwirklichen?

    • Sehr guter Ansatz und ein hervorragender und doch so einfach umzusetzender Vorschlag!

      Wie kann man dem zur Verwirklichung verhelfen?

      • Deine Reaktion freut mich. Ich habe getan was ich als Nicht-Schul-Mensch tun konnte. Habe die Inhalte, die vor den kritischen Augen meines Erwachsene-Publikuma Bestand hatten, 1914 in einem Buch zusammengefasst. Die damalige brandenburgische Kultusministerin meinte, es sei für den Unterricht und für die Lehrerbildung gleichermaßen geeignet. Seit 2020 biete ich mit Unterstützung durch die Hanns-Seidel-Stiftung ein Seminar für Lehrer an: „Persönliche und soziale Kompetenzen – Systematik und Didaktik für den Unterricht“. Wenn Corona es zulässt wird es vom 24.-24. April stattfinden. Das ist was ich machen kann. Ich brauche Verbündete! Vielleicht kannst Du ja helfen, welche zu finden? Das würde mich sehr freuen.

        • Lieber George, ich denke wir sollten mal in Kontakt treten!

          Auch ich versuche Schülern einen Zugang zu Wissen und Können durch Eigenmotivation zu schaffen – mittels Modellbau.

          modellbau-bildet[at]gmx.de

  • Doreen Rümenapp

    Hallo zusammen!

    Ich hoffe sehr auf die Kraft des WIR!

    Jetzt, um die Osterzeit sitzen die Verantwortlichen in den Bildungsministerien zusammen und überlegen, wie sie mit den entstandenen (aus ihrer Sicht großen) „Lernstofflücken“ umgehen sollen. Schuljahr wiederholen, den Schüler:innen nächstes Schuljahr zusätzliche Stunden zum Nachholen anbieten…?

    Für die junge Generation wird es wichtig sein, komplexe Situationen im Team erfassen zu können und darauf schnelle und gute Anworten zu finden. Für sie wird es wichtig sein zu wissen, wie und wo sie sich benötigtes Wissen aneignen können und selbst aktiv zu werden.

    Es ist wichtig JETZT eine Botschaft an die Denker:innen und die Entscheider:innen in den Bildungsministerien zu senden, dass sie mutig sein sollen. Mutig Lernstoff zu kürzen. Um nicht die Kinder und Jugendlichen auch im nächsten Jahr noch zu belasten mit noch mehr Lernstoff. Das ist nicht der richtige Weg und eine Veränderung ist längst überfällig. JETZT braucht es eine Entscheidung gegen unnütze Lernstoffmengen und FÜR die Vorbereitung unserer Kinder auf die Zukunft.

    Jetzt ist die Gelegenheit einen längst überfälligen Wandel einzuleiten! Schreibt den Verantwortlichen eine Mail, einen Brief mit eurer Sicht und eurer Forderung, dass ‚verpasster Lernstoff nicht einfach dumpf nachgeholt werden soll. Sondern dass genau abgewägt wird und eher zugunsten von zukunftstragenden Kernkompetenzen entschieden wird. Wenn unsere Kinder und Jugendlichen wieder in die Schule kommen, sollen sie das Leben und die Gemeinschaft feiern und gemeinsam Ideen entwickeln, wie die Gesellschaft mit den aktuellen, deutlichen spürbaren, globalen Veränderungen umgehen kann.

    Gut ist, wenn vielfältige und individuelle Forderungen an die Kultusministerien mit dem gleichen Grundtenor entstehen: GEGEN das undifferenzierte Nachholen von verpasstem Lernstoff! FÜR eine zukunftsfähige und starke nächste Generation!

    Wichtig ist, dass eine große Fülle an Eingängen entsteht! Lasst uns die Kraft des Wir nutzen!!!

    Ich werde Schulen und Organisationen mit diesem Aufruf auch direkt kontaktieren. Habt ihr für mich die Kontaktadressen der Landes-Kultusminister und der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Dann kann ich die Schwelle senken, wenn ich sie mit zur Verfügung stellen kann.

    • Liebe Doreen!

      Eine sehr gute Idee und ein wichtiger Aufruf den ich nur unterstützen kann!

      Unter Umständen wäre es gut, wenn die Hinweise von einer Institution gesammelt und vertreten werden.

      Mein Eindruck ist, dass Massenmails, und seien sie noch so indiviudell, keine Wirkung erzielen – auch nicht in den Kultusministerien.

      Kontaktiere mich gerne unter: as.hornung@gmx.de

    • Michaela Mayer

      Liebe Doreen,
      dem kann ich mich nur anschließen.
      Diese Schüler*innen mit den beschriebenen „Lernstofflücken“ sind ganz nebenbei auch Kinder und Jugendliche!
      Jetzt wäre die Chance neue Wege zu schaffen, um zu entrümpeln und zu erneuern.
      Grundlagen zu schaffen, die den Bildungsauftrag sinnvoll und gerecht gestalten, Ideen und Projekte gibt es genügend.
      Für mich klingt das Signal der KMK gerade so: Mit Geld „Bildung rund um die Uhr einzutrichtern“ um dann Noten herauszuquetschen.
      Ganz irrwitzig finde ich die konfusen Vorschläge die in die Ferien eingreifen, irgenwie, irgenwo mit irgendwen stattfinden sollen. Ich erkenne keine pädagogischen und didaktischen Grundlagen die hier einbezogen werden…

      Sehr gerne unterstütze ich diesbezüglich…
      Mein Wirkungsbereich sind Familien, deren Kinder von sog. Teilleisungsstörungen (Legsathenie, LRS, Dsykalkulie, Aufmerksamkeitsthematiken, AVWS Etc.) betroffen sind, hier einen individuellen Weg für jeden einzelen zu finden ist meine bestreben.

  • Katrin Krüger

    Liebe alle,
    ich arbeite an einem Landesinstitut und wir starten mit einer Gruppe (ca. 10 Menschen) und einer digitalen Zukunftswerkstatt. Ich bin zum einen sehr gespannt was sich in dieser Gruppe zeigt, ob es einen gemeinsamen Funken geben kann und ob dieser in einer Behörde entfacht werden kann.

  • Liebe Silke, liebes Pioneersteam und -teilnehmer,

    ich plane nun schon seit einiger das „Schulfach Achtsamkeit“. Das ist kein eigenes Fach, sondern die Möglichkeit alle Fächer mit Achtsamkeitsimpulsen zu durchdringen. Der Kongress hat mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin und habe mich schon mit einigen Achtsamkeitspionieren vernetzt und freue mich auf weitere Kontakte. Das ist wunderbar! Nun habe ich den Schwung, dass ich wohl in einigen Wochen starten kann. Wer sich dafür interessiert findet die Infos demnächst auf http://www.schulfach-achtsamkeit.de

    Danke an alle und liebe Grüße,
    Marika (ich kann leider heute Abend nicht dabei sein)

    • Bitte, bitte, bitte: macht doch nicht aus allen wichtigen Aufgaben, Chancen, HerausFORDERUNGEN des Lebens ein SCHUL-FACH!!! Ein Schul-Fach ACHTSAMKEIT? Ein Schul-FACH GLÜCK??? – NEIN!!! – Im gesamten Erlebnis-, Erfahrung-, Erkenntnis-Raum Schule, in der ganzen Bildungs-Landschaft, als die Schule neu zu denken und zu gestalten ist, achten wir darauf, dass ACHTSAMKEIT gelebt und also erlebt wird!!! Ein Schul-Fach ist die Fehlhandlung, wie wenn in einem Gefängnis die Freiheit in der Zelle gesucht wird … Alle Facetten der BILDUNGS-LANDSCHAFTEN gestalten wir SO, dass dort möglichst alle Beteiligte ihre Existenz als glücklich erleben … Wie DAS geht: gerne gebe ich Anregungen aus meiner langen Wirk-Zeit in entsprechenden Kontexten …

      • Hallo OTTO HERZ!
        In ihrem Hinweis hat Marika geäußert, dass es nicht Ziel ist ein eigenständiges Schulfach „Achtsamkeit“ zu schaffen.
        Mein Eindruck ist, dass in der allgemeinen Debatte bzgl. Verbesserungen im Bildungswesen viel zu verkopft vorgegangen wird.

  • Ina Steen

    Hey,
    ich freue mich sehr über diese Initiative und euren Mood of Change und euren Mut. Ich gehe seit 20 Jahren begeistert den Weg als Pädagogin und treffe immer wieder auf KooperationspartnerInnen intern und extern und vor allem auf wahnsinniges Potential bei den SchülerInnen. Ich unterrichte Kunst, Theater, Sprachen und Medien und nutze gern die Vernetzungsmöglichkeiten und den Projektcharakter, den man in Schule durchaus umsetzen kann, wenn man will. Durch die Kraft des Wir möchte ich weiterhin zu Kompetenzorientierung und Kreativitätsförderung und weg von Notendruck und Schulformen hin zu lebendigen Lernorten und offenen Lernlandschaften. Öffnen Wir die Schulen räumlich und gedanklich und reden nicht mehr nur davon. Starten wir mit der offenen Tür, nicht nur coronabedingt😉. Der Blick über Ländergrenzen ist auch sehr hilfreich. Die digitale Notwendigkeit aktuell, eröffnet hier auch viele neue Möglichkeiten.

  • Andreas Böhm

    Ich finde die vielen verschiedenen Ansätze aller Aktivisten/ Sympathisanten sehr positiv und sehr lobenswert – aber mache mir gleichzeitig auch etwas Sorgen, dass wir uns bei den sehr vielen verschiedenen zahlreichen tollen Aktionen „verzetteln“ könnten – wenn wir das Wesentliche (vor allem die beiden Grundziele – s.u.) aus dem Auge verlieren.
    Wir befinden uns ja mehr oder weniger alle in der realen Situation, dass wir groß geworden sind mit einer Erziehung, die uns geprägt hat durch „Werte“ wie (fremdbestimmte) Leistungsbereitschaft, Konkurrenz, Egoismus, Einzelkämpfertum, … – und die uns von unserem „eigenen Selbst“ – von unserer „angeborenen Natürlichkeit“ – entfremdet hat durch die permanente Unterdrückung unserer angeborenen, natürlichen, lebendigen Grund-Bedürfnisse und Grund-Gefühle – bis zu einem Punkt, wo wir diese dann gar nicht mehr wahrgenommen haben – wahrnehmen konnten, weil sie aus dem Bewusstsein „gelöscht“ wurden.
    Die meisten Menschen leben dann mit diesen Defiziten – also ohne ihre angeborene Grund-Bedürfnisse und -Gefühle noch bewusst wahrnehmen zu können -, spüren dabei aber gleichzeitig auch immer ein meist unbewusst „störendes und beunruhigendes“ Gefühl der Unzufriedenheit und der Unvollkommenheit. Das hat zur Folge, dass sie – ebenfalls unbewusst – ständig (oft das ganze Leben lang) auf der Suche nach „Erlösung“ sind – und sich bei dieser Suche dann meist entweder in abstruse Ideologien oder aber – noch häufiger – in das Ausleben von Ersatz-Befriedigungen und Sucht-Verhalten (in den verschiedensten Variationen und Formen) „verirren“.
    Bisher gelingt es nur einer Minderheit, sich auf die Suche nach Befreiung von dieser Selbst-Entfremdung zu begeben. Und nur den wenigstens gelingt es, die Ursachen hierfür zu finden und die verlorengegangen und zutiefst verborgenen Grund-Bedürfnisse und -Gefühle „wiederzuentdecken“.
    Allerdings sind auch die so Erfolgreichen keineswegs sofort „erlöst“, sondern müssen einen langen, mühsamen, zeitaufwändigen Weg gehen, um diese zutiefst verschütteten Bedürfnisse und Gefühle wieder in das eigene Leben nach und nach zu integrieren (z.B. mithilfe der Initiative „liebevoll.jetzt“ von G. Hüther).

    Immer mehr Menschen sind inzwischen der Überzeugung, dass wir einen grundlegenden Wandel der Gesellschaft benötigen – und vor allem auch unser neoliberales Wirtschaftssystem, das auf grenzenlosem Wachstum, auf permanentem Konsumieren und Verschwenden und dem Motto „Schneller-Höher-Weiter“ beruht, überdenken und verändern müssen, wenn wir unseren Planeten und damit unsere Lebensgrundlagen bewahren wollen.

    Und immer mehr Menschen wird bewusst, dass dieser notwendige wirtschaftliche Wandel wiederum eng verbunden ist mit der Notwendigkeit der Gesundung unserer „krankgewordenen“ Psyche:
    Es geht also vor allem darum, das wir diese Entfremdung von uns selbst gar nicht erst zulassen dürfen, sondern von Grund auf verhindern müssen, dass die Heranwachsenden – von Geburt an – von sich selbst entfremdet werden
    – von ihrer eigenen angeborenen Natur (Natürlichkeit)
    – von ihren angeborenen, natürlichen, lebendigen Grund-Bedürfnissen und -Gefühlen
    – von der eigenen natürlichen angeborenen positiven „Selbst-Verwirklichungs-Tendenz“, die sich nur in Freiheit entfalten kann (s. Carl Rogers).

    Das erfordert einen grundlegenden Wandel der „Er-zieh-ung“ im Elternhaus einerseits und in der Schule andererseits.
    Bei diesem Wandel dürfen wir – neben all den förderlichen Trainingsprogrammen (Übungen, Kursen, Techniken, …), die wir unterstützend einsetzen – die beiden wesentlichen grundlegenden Ziele/ Aufgaben nie aus dem Auge verlieren:

    1. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Eltern (und Lehrer°innen) ihre gebende Liebe (die für Kinder überlebensnotwenig ist und sie deshalb davon abhängig macht) nicht mehr an Bedingungen (Be-wert-ungen, Urteile) knüpfen, sondern ihren Kindern „bedingungslose“ Liebe schenken (s. Carl Rogers „Lernen in Freiheit“, München 1974 und meine 1.Staatsexamensarbeit „Das Lehrerbild bei Carl Rogers“, Düsseldorf 1981).
    Erst dann werden die Kinder frei, ihre eigenen Wege zu entdecken und zu gehen. Das bedeutet aber, dass die Eltern lernen, sich von ihren Zielen und Vorstellungen (bezogen auf ihr Kind) zu lösen – und sich auch von ihren Erwartungen zu trennen, wie „ihr“ Kind sein soll – also wie sie sich „ihr“ Kind wünschen.
    Die Eltern werden erkennen, dass das Kind nicht als Besitz-Objekt benutzt werden darf, um ihre eigenen Wünsche – und eventuell ihre nie realisierten Sehnsüchte – für sie stellvertretend zu erfüllen.
    Die Eltern werden lernen, „loszulassen“ und das grundlegende Vertrauen zu entwickeln, dass die in möglichst großer Freiheit realisierte angeborene „Selbst-Verwirklichungs-Tendenz“ des Kindes zu einem äußerst positiven Ergebnis führen wird.

    2. Das oberste Ziel der Schule muss es sein, dass die Kinder beim Lernen nicht permanent ihre Grund-Bedürfnisse und -Gefühle unterdrücken müssen (so intensiv und lange, bis sie ihre natürlichen Grund-Bedürfnisse und-Gefühle gar nicht mehr wahrnehmen können und es für völlig normal und „natürlich“ halten, z. B. stundenlang auf dem eigenen Platz sitzen zu bleiben oder eine für alle inhaltlich gleiche – und zeitgleiche – Klassenarbeit zu schreiben – um danach selektiv benotet zu werden – um dann letztlich z.B. am Ende der Grundschulzeit durch Selektion einer Schule für „Bessere“ oder einer für „Schlechtere“ zugewiesen zu werden oder am Ende der Schulzeit die „Qualifikation“ für einen „guten“ Beruf – verbunden mit viel Prestige und „Kohle“- oder für einen „schlechteren“ zu erlangen), sondern dass die Lernprozesse so organisiert werden müssen, dass die Heranwachsenden in möglichst großer Freiheit und Selbst-Bestimmung ihre Potentiale im Einklang mit ihren Bedürfnissen und Interessen entfalten und – im Gegensatz zum „Bulimie-Lernen“ – intrinsisch motiviert „Mit Freude lernen“.

    Die Folge wäre, dass die Heranwachsenden dann im Gefühl einer tiefen Zufriedenheit über ihr eigenes Können und ihre eigenen zahlreichen (intrinsischen) Erfolgserlebnisse keine Ersatz-Befriedigungen mehr benötigen, um dieses unbewusste Gefühl der „Entfremdung von sich selbst“ zu betäuben und durch (extrinsische) Belohnungen (mit nur kurzzeitigen Ausschüttungen von Glückshormonen) zu überdecken.

    Auf dieser Basis – der Verbundenheit mit den eigenen Grund-Bedürfnissen und -Gefühlen – werden sie dann auch als spätere Erwachsene mit großem Einfühlungsvermögen nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Mitmenschen und andere Lebewesen (in Nah und Fern), für die Natur und Umwelt (in Nah und Fern) ein Gefühl der „Verantwortlichkeit“ entwickeln können – und zutiefst „von Herzen“ bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und Engagement zu zeigen, nach Lösungen für die Probleme unserer Welt zu suchen, eine gerechtere Welt zu schaffen und die Zerstörung unseres „ein-maligen“ und „einzig-artigen“ Planeten Erde und unserer eigenen Lebensgrundlagen aufzuhalten und zu stoppen.

    • Dagmar Richter

      Lieber Andreas, ich stimme dir in Allem zu und würde mich gerne mal näher mit dir austauschen. In meiner über 30jährigen Dienstzeit, die mich auch an die Montessorischule und an die Förderschule brachte, habe ich gemerkt, dass sich die meisten LehrerInnen gar nicht vorstellen können, dass Kinder aus sich heraus bereit sind zu lernen und anders zu agieren. Die meisten haben es ja weder als Kind noch im Studium irgendwo gesehen, dass es anders gehen könnte. Deshalb ist meine Idee: Man müsste den LehrerInnen in den Regelschulen eine Art „Besuch“ oder Praktikum in anderen Schulen ermöglichen, damit sie sehen könnten wie schön es ist, wenn Kinder aus sich heraus lernen wollen….ohne Druck, ohne ständige Tests und Benotung.
      Das zweite große Thema, das ich mitbringe ist „Sprititualität“ . Ich habe da tolle Erfahrungen gemacht. Das Hauptproblem bei
      Kindern mit ADHS ist z.B. nicht mangelnde Bewegung, wie viele glauben, sondern, dass sie so voll Spannung sind, dass sie Stille und Ruhe nicht aushalten. Da ich Musikerin bin, konnte ich durch Singen und gemeinsames Musizieren da ganz neue Wege gehen, die ich gerne weitergeben würde…. Vielleicht dann morgen Abend mehr. Ich freue mich auf Euch! Dagmar

      • Ina Steen

        Hallo Dagmar und Andreas,
        ich finde den Blick über den Tellerrand auch immer sehr spannend. Er setzt aber auch schon eine gewisse Offenheit voraus, um dann etwas mitzunehmen zu wollen.
        Ich wurde auf meinem Bildungsweg immer mit Offenheit und echter Interaktion herausgefordert. Das kann daran liegen, dass ich in den 80ern/ 90ern in einer Zeit zur Schule ging, die vielen in den neuen Bundesländern vielen Wandeln unterlag. Diese Ungewissheit brachte aber auch sehr viele Freiräumr, auch während meiner Studienzeit erlebte ich immer wieder offene Lern- und Arbeitsstrukturen.
        Erst in Hamburg traf ich dann an Schule auch z. T. auf recht konservative Konzepte von Schule und Unterricht. Ich habe mich viel darüber mit KuK und außerschulischen Personen darüber ausgetauscht. Ich bin überzeugt, Umdenken kann durch äußere Umbrüche ausgelöst werden, nachhaltige Agilität braucht aber auch das entsprechende Mindset. Sicherheitsdenken kann durch neue Erfahrungen aufgeweicht werden und Mutige müssen voran gehen (dürfen). Dann ist Vieles möglich und auch „verzetteln“ darf erlaubt sein.

    • Bianca Buchwald

      Hallo Andreas, du hast vollkommen recht, wenn du sagst, dass Lehrer_innen hospitieren sollten, um zu sehen, was möglich ist. Ein anderer Ansatz wäre es so zu halten, wie die Neuseeländer ihre Erstklässler einschulen: Dort gibt es einen gänzlich frei wählbaren 1. Schultag zwischen dem 5. und 6. Geburtstag. Da sozusagen ständig während des Schuljahres Kinder in die erste Klasse kommen und nach einem Kennenlerngespräch mit dem Lernen beginnen, kann kein Lehrer einen Gleichschritt in seinem Unterricht den Kindern überstülpen. So lernt jeder im eigenen Tempo, man bleibt zusammen bis zum 8. Schuljahr. In Neuseeland sind die Wortfamilien ‚Behinderung‘ und ‚Beeinträchtigung‘ Tabu-Wörter, man sagt dort ‚people with special needs‘, also positiv ausgedrückt. Ich finde das sehr beeindruckend, ein neuseeländischer Kollege hat mir das Schulsystem geduldig in einem langandauernden Email-Kontakt genauestens erklärt. Es zählt zu den erfolgreichsten Schulsystemen, es gibt auch keine Tests vor der Einschulung oder Schulreifetests, die Kinder kommen einfach in die Schule und werden dort mit multiprofessionellen Teams in Empfang genommen. #KiMScHule – Kinder im Mittelpunkt von Schule fordert das auch, schau mal nach und mach mit.

  • Förderverein für die Entwicklung von Menschen e.V. gründet die
    World International School Europe (WISE)
    Bilinguale Schule in der grünen Mitte Deutschlands gGmbH i.G.
    Dr. Johannes Hanel, Goethestr. 23, 99817 Eisenach, 03691-708261
    hanel@international-school-germany.org oder hanelq@gmail.com
    Freitag, 26. März 2021

    Liebe Gipfelstürmer
    Wie wollen wir zusammen die Bildung voranbringen?
    Mit der internationale Gemeinschaftsschule wollen wir die kulturelle Grundlage für die wirtschaftliche Globalisierung legen. Näheres kann ich gern zusenden.
    Das Nadelöhr ist eine Genehmigung vom Bildungsministerium. Die Chancen dafür steigen mit der Zahl der Empfehlungsschreiben. Wer würde bitte einen sog. Letter of Intend (LoI) verfassen?
    Wir wollen eine besondere bilinguale Schule ins Leben rufen: jeweils für ein Trimester wird der Unterricht weitgehend auf Englisch bzw. auf Deutsch erteilt. Dann können die Schüler so in die Sprache eintauchen, dass sie sie fast wie ihre Muttersprache lernen. Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Immersion_(Sprachwissenschaft_und_Erziehung)
    Damit auch Teenager gut und gern lernen, richten wir gesunde Tages-, Wochen- und Jahresrhythmen ein. In der Regel finden 5 x 60 Minuten Unterricht zwischen 9 und 15 Uhr statt. Die Unterrichts- und Ferienzeiten hängen auch davon ab, was Sie und andere Familien wünschen.
    Für das Empfehlungsschreiben dankt schon jetzt der freundlich grüßende
    Johannes Hanel
    Für Antworten, gern auch telefonisch, dankt der freundlich grüßende

    Johannes Hanel
    P.S. auch zum Weiterleiten: Was halten Sie von einer Schule für Kinder aus aller Welt? Eine solche wollen wir mit Ihnen und anderen Bildungsengagierten gründen. Diese bilinguale Schule in der grünen Mitte von Deutschland ist für Kinder von der Vorschule bis zum Schulabschluss. Näheres kann ich Ihnen in Anhängen oder im (telefonischen) Gespräch darlegen. Vgl. https://international-school-germany.org/

  • Ihr sprecht mir aus der Seele! Große Netzwerke, um all die jetzt notwendigen Änderungen MITEINANDER auf den Weg zu bringen – das ist es, was wir jetzt brauchen.
    Auf der einen Seite gibt es überall so viel Bedarf an Änderung, überall brauchen wir neue Ideen, neue Lösungen, mehr Raum und mehr gemeinsames Gestalten.
    Auf der anderen Seite staune ich immer wieder, auch gerade wenn ich den Pioneers-of-Education-Bildungsgipfel verfolge, über die vielen tollen Ideen, Projekte und Initiativen, die es schon gibt. Aus unserer Schulinitiative heraus weiß ich, dass allein und im Kleinen vieles schwerfällt, während in Synergien miteinander Energie ohne Ende entsteht und wir uns gegenseitig beflügeln.

    Wenn wir – all die kleinen, tollen Initiativen und Menschen, die sich von Herzen für eine achtsamere, menschenwürdigere und ganzheitlichere Bildung engagieren – uns einander öffnen: Hinein in ein echtes Miteinander, in dem Wissen, dass es nicht EINE Initiative braucht, sondern ALLE diese Initiativen, dass der Bedarf so riesig ist im Vergleich zu unseren bisherigen kleinen Wirkkreisen, dass es nicht um Erfolg und Ansehen geht, sondern um die Zukunft unserer Kinder. Wenn wir diesen Schritt machen – uns vernetzen, einander helfen und inspirieren, untereinander Wissen und Erfahrungen teilen und immer wieder miteinander wirken – dann, da bin ich mir sicher, schaffen wir eine solche Kultur auch nach und nach in den Schulen.

    • Liebe Melanie, …Du sprichst mir aus der Seele!
      Es gibt wahrscheinlich unendlich viele gute Initiativen und Projekte, gestaltet von Menschen mit Herz und Verstand. Vielen Schülerinnen und Schülern würde die Teilnahme an solchen Projekten sehr gut tun.
      Die Vielzahl dieser Projekte ist wahrscheinlich nicht überschaubar, doch nicht in jeder Schule sind sie bekannt. Hindernisse stehen ihrer Umsetzung im Wege, z.B. der Organisationsaufwand und dass eventuell die klar strukturierten schulischen Abläufe gestört werden könnten.

      Auf Grund der Fokussierung auf mein persönliches Projekt bin ich vielleicht nicht umfassend informiert, und es gibt vielleicht bereits eine Plattform wie ich mir sie vorstelle. Meines Erachtens wäre es praktisch eine Plattform zu haben, wo sich die verschiedensten Bildungsprojekte aus ganz Deutschland vorstellen können – also öffentlich machen wo das Projekt läuft oder in welcher Region es angeboten wird und um was es bei dem Projekt geht, welche Probleme womöglich bestehen und wie man helfen kann. Die Plattform sollte natürlich so flexibel wie möglich sein – der Vielfalt der Projekte entsprechend. Es kann sein, dass ein Projekt nur an einer Schule läuft, und sich lediglich als Beispiel zum Nachmachen vorstellen möchte, ein anderes wird in einer ganzen Region angeboten, und kann von Schulen gebucht werden. Ähnliches habe ich bereits gefunden. In meiner Wahrnehmung ist es aber so, dass manche Schulen von allein kaum auf die Suche gehen. Oftmals müssen Schulleitungen erst von einem Projekt überzeugt werden. Der Schulalltag ist mit anderen Dingen ausgefüllt – lebensnahe Bildung führt ein Nieschendasein.

      Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch sind wichtig, und ich würde mir es sehr wünschen, dass einzelne Projekte einen Mehrwert aus einer solchen Vernetzung ziehen können, weshlb ich Deine Gedanken unterstütze. Meine Erfahrung sieht allerdings etwas anders aus. Das liegt aber daran, dass die von mir gestarteten Projekte hauptsächlich ehrenamtlich neben meinem Vollzeitjob liefen, und für mehr quasi keine Zeit geblieben ist.

      Mein Wunsch war immer eine Verfielfältigung dieser Projekte. Hierfür fehlt aber eine gesicherte wirtschaftliche Grundlage. Um diese Grundlage zu schaffen, bräuchte es eine Dachorganisation und andere Strukturen. Wenn es uns gelingt ein Netzwerk zu flechten, mit dem Ziel eine solche Dachorganisation zu schaffen, dann wären wir dem Ziel einer umfassenderen lebensnahen Bildung einen deutlichen Schritt näher gekommen.

  • Stefan Posselt

    Hallo,
    um in die Kraft des Wir zu kommen, bedarf es zunächst des Wegs vom Ich zum Wir im alltäglichen Umfeld. Ich habe zum aktuellen Schuljahr die Schule, an der ich arbeite, gewechselt (hauptsächlich wegen des zu langem Anfahrtsweges zur bisherigen Schule). Ich arbeite jetzt an einer evangelischen Oberschule im ländlichen Sachsen mit noch einer stark traditionellen Ausprägung. Das heißt für mich ankommen im neuen Umfeld, die Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeiter kennenlernen und beginnen, Freiräume zu erschließen um mit gutem Beispiel für neue Bildung voranzugehen. (Leider wurde ich da durch einen Unfall mit sehr langer Krankheitszeit ausgebremst) Um Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen, sich auf Veränderungen einzulassen, sind viele Einzelgespräche hilfreich. Gleich mit „Revolutionen“ in die Teamsitzungen zu gehen kommt eher nicht so gut an. In diesen Einzelgesprächen versuche ich persönliche Vorteile herauszuarbeiten, die sich aus anders gedachten Bildungsideen ergeben und versuche, Ideen einzubringen, die ich aus eigener best practice oder Hospitationen kenne. Mit der Schulleitung habe ich gesprochen, dass Impulse für Schulentwicklungstreffen gesetzt werden und dort Grundsatzdiskussionen angeschoben werden sollen. Praktische Umsetzungen die ich für dieses Jahr noch in der „Pipeline“ habe, sind:
    – neue Kommunikationskultur (gleichwertig, „Du“-Erlaubnis)
    – Umgestaltung bisheriger dröger Facharbeiten mit vorgegebenen Themen und Formaten hin zu eigenen Projektarbeiten und -präsentationen an selbstgewählten Themen
    – Einführung von Epochenunterricht als fächerübergreifende Arbeitsform an lebensnahen Themen
    – Neuorganisation der Berufsorientierung
    – langfristige Pflege und Bewirtschaftung des nahen Dorfteiches (die Schüler übernehmen in Abstimmung mit der Gemeinde und der Pächter die Gewässerpflege und -bewirtschaftung mit Fischzucht)

    Außerhalb des schulischen Umfelds bewerbe ich mich gerade für den Vorstand der Freinet-Kooperative, einer deutschsprachigen Vereinigung von Freinet-Pädagogen, die sehr viel in der Pädagogen-Weiterbildung und Vernetzung tätig ist. Da ein Wandel im Bildungssystem nicht ohne Politik erfolgen wird, bin ich politisch aktiv. In der ÖDP (für mich die einzige ganzheitliche Nachhaltigkeitspartei in D) bin ich im Bundesarbeitskreis Bildung tätig und versuche dort einen Beitrag zu leisten, dass sich auch auf der politischen Ebene etwas bewegt. Wenn sich dann noch Gelegenheiten ergeben, hospitiere ich an Schulen, die Ideen umsetzen oder versuche mit Mitarbeitern des Bildungsministeriums ins Gespräch zu kommen. „Machen ist wie wollen, nur krasser!“

    • Esther-Kristina

      Lieber Stefan Posselt! Komm doch mit deinen neuen Herausforderungen in unsere Community! Da findest du genau für solche scheinbar „individuellen Situationen“ einen Austauschraum, neue Anregungen und offene Ohren, um einfach mal gehört zu werden. Fühl dich herzlich eingeladen, nicht mehr alleine damit zu sein. „Verbinden ist wie wollen, nur krasser!“ 😉

      • Liebe Esther-Kristina! Was ist das für eine Community?

      • Stefan Posselt

        Hallo Esther-Kristina,
        ich bin doch schon dabei… 🙂 🙂

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