

Roman Huber
Geschäftsführender Bundesvorstand von Mehr Demokratie e.V.
"Demokratie ist letztlich nichts anderes, als dass wir die Spielregeln unseres Zusammenlebens zusammen gestalten. Und zwar genau da, wo man halt ist."
Teile dieses Interview
- Sprechen und Zuhören – Wie alles begann
- Von Brandenburg in die Fläche
- Warum dieses Format so wirkt
- So funktioniert "Sprechen und Zuhören" praktisch
- Der AfD-Gemeinderat und die Menschlichkeit
- Emotionen hinter den Werten - warum die AFD emotional klüger kommuniziert
- Sprechen und Zuhören in Schulen - Demokratie erleben
- Die große Vision: In jeder Gemeinde ein Team
Roman Huber, Geschäftsführer von Mehr Demokratie e.V., erzählt, wie aus einem internen Corona-Konflikt das Format „Sprechen und Zuhören" entstand – und inzwischen zu einer Bewegung wurde. In über 200 Veranstaltungen und mit 1000 fortgebildeten Moderator:innen bringt das Format Menschen zusammen: nicht um zu diskutieren, sondern um sich wirklich zuzuhören. Drei Runden, vier Minuten, ein Thema – und in der dritten Runde sagt man Dinge, die einen selbst überraschen. Kultur vor Struktur, lautet Romans Überzeugung. Und Demokratie beginnt dort, wo wir aufhören, einander auszublenden.
Zum Beitrag
Roman Huber, Jahrgang 66, aus Bayern, Sozialunternehmer, ursprünglich in der IT Branche tätig und seit 2001 geschäftsführender Bundesvorstand von Mehr Demokratie. Mit Mehr Demokratie initiierte er zahlreiche Volksbegehren, die ersten losbasierten Bürgerräte auf der Bundesebene und einige Verfassungsbeschwerden. Im Augenblick gilt sein Einsatz der Entwicklung der Demokratischen Kultur in der Gesellschaft. Autor von vier Büchern zu Innovation in der Demokratie, Europa und bei Geldsystemen. Er lebt in dem Gemeinschaftsprojekt Schloss Tempelhof, das er mitgegründet und aufgebaut hat.
Wenn Du mehr wissen möchtest...
Das Dialogformat Sprechen & Zuhören
Mehr über die Demokratische Kultur
Gute Nachrichten aus dem Jahr 2025: All the news the headlines missed in 2025. Und die deutsche Übersetzung des Artikels Gute Nachrichten PDF
Buchempfehlung:
Nierth, Claudine; Huber, Roman (2023): Die zerrissene Gesellschaft. So überwinden wir gesellschaftliche Spaltung im neuen Krisenzeitalter. 1. Auflage, Originalausgabe. München: Goldmann.

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8 Kommentare
Danke für dieses kraftvolle Interview, von dem wir alle etwas gleich morgen umsetzen können! Sprechen und Zuhören in kleinen Gruppen trainieren. Ohne Feedback geben zu müssen, dafür volle Wertschätzung fürs sich öffnen und zeigen.
Danke für diesen Einblick! Es löst tief in mir die ganz feine Frage aus: Welche Kultur und Haltung transportieren ich in meiner Arbeit mit Kindern? Und was trage ich aktiv nach außen? Welche Entwicklungen möchte ich wirklich anstoßen?
Danke für dieses inspirierende Gespräch! Ich bin voller Zuversicht auch weil „sprechen und zuhören“ so wunderbar zum Ideenbüro passt. Seit bald 25 Jahren gibt es diesen Freiraum an Schulen, wo Kinder Kinder beraten, einander zuhören und miteinander sprechen. Ich bin bestärkt, diesen Freiraum weiter in der Welt zu verbreiten.
Danke für den Satz:
In einer schlechten Struktur kann man gute Kultur leben.
Am Beispiel: die Kreativität einer Lehrkraft für die Unterrichtsgestaltung schlägt die schlechte Haushaltslage der Stadt, in der die Schule steht.
Ein starker Satz von Roman Huber, den ich von ihm gehört habe: „Demokratie beginnt dort, wo wir aufhören, einander auszublenden.“
Erst die Kultur & dann die Struktur. Erst die Verbindung & dann die Kritik. Ist die Verbindung da, ist oft Kritik nicht mehr so wichtig & es kann menschliche Beziehung entstehen.
Ich bin froh, Teil dieser Bewegung zu sein ♡
Voll schön!
Danke für die Zuversicht!
Tempelhof, da wollte ich schon lange vorbeischauen.
Danke für dieses bestärkende Interwiev. Es gibt Zuversicht!