Der 6. Pioneers of Education Bildungsgipfel geht ins Finale
9 Tage lang stand die Frage im Fokus: Was wäre, wenn wir gemeinsam Schule und Bildung als Orte der Zuversicht, Entfaltung und Zusammenarbeit gestalten?
30+ Pionier:innen berührten mit ihren Einblicken und inspirierten mit ihrem mutigen Wirken für Bildungswandel.
Speaker:innen wie Roman Huber (Mehr Demokratie e. V.), Margret Rasfeld (Schule im Aufbruch, RealLabor Leipzig), Judith Holle & Margaret Halley (beWirken), Andrej Pribotschek (News4teachers), Prof. Dr. Tim Unger (Professor für Bildung und Professionalisierung), Bernhard Hanel (World Child Forum), Dr. Joana Breidenbach (New Work Pionierin)
Der Bildungsgipfel geht am Wochenende ins Finale! 🎶✨
Am Samstagabend 28.2. um 19 Uhr findet die feierliche Verleihung des Pioneers of Education Awards statt. Und wir vergeben zwei Zuversichts Awards an Menschen bzw. Initiativen die uns mit ihrem Mut und ihrer Zuversicht besonders inspiriert haben.
🌟 Alle 30+ Interviews des Online Bildungsgipfel sind noch einmal für kurze Zeit freigeschaltet!
Das ist deine Chance, noch mehr Inspiration und Ermutigung für deinen Weg zu sammeln – und andere daran teilhaben zu lassen.
Aber beeil dich – dieses besondere Angebot beginnt Sonntag, 1.3. um 10 Uhr und endet schon am Montag, 2.3. um 22 Uhr! 🕛
📌 Lade jetzt noch mal deine Familie, deine Freund:innen & Kolleg:innen zum Bildungsgipfel der Zuversicht ein und gönne auch ihnen diese Welle an Inspiration! Vielleicht lädst du sie ja sogar zu einer spontanen „Watch Party“ ein?
Klingt gut? Dann melde Dich jetzt kostenlos an bzw. schick diesen Anmelde-Link weiter: pioneersofeducation.online
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Das Praxislabor gibt Einblick in den Entwicklungsweg einer Schule, die sich bewusst auf den Weg des Wandels gemacht hat. Anhand konkreter Beispiele werden Arbeitsweisen, Gelingensbedingungen und Stolpersteine sichtbar. Vorgestellt werden zudem das schulische Umfeld, die Ausgangsbedingungen sowie die Rolle des Teams von Schule im Aufbruch im bisherigen Prozess.

Agnes und Denny von SolarPunkNOW verbinden Permakultur mit spielerischem Lernen – und verwandeln damit öde Schulhöfe in lebendige Ökosysteme. Mit selbst entwickelten Tools wie wiederverwendbarem Steinpapier und Bienenwachs-Bausätzen ermöglichen sie Kindern und Erwachsenen, Naturprinzipien nicht nur zu verstehen, sondern mit den Händen zu begreifen. Ob in ugandischen Berufsschulen oder deutschen Klassenzimmern: Ihr „Play to Grow"-Ansatz zeigt, dass Kreativität und Selbstwirksamkeit die stärksten Antworten auf Polykrisen sind – und dass Zuversicht dort wächst, wo Menschen gemeinsam gestalten.



Michaela Hartl und Alison Bailey sprechen aus eigener Betroffenheit: Als Mütter neurodivergenter Kinder und Pädagoginnen erleben sie täglich, wie starre Bildungssysteme zu Erschöpfung statt Erfüllung führen. Der Verband der Neurodiversität, den sie mitgestalten, macht sichtbar: Oft sind es kleine Anpassungen – Kopfhörer, Rückzugsecken, bewegtes Lernen –, die großen Unterschied machen. Ihr zentraler Impuls für Bildungsakteur:innen: Weg von der Symptombekämpfung, hin zur Frage "Was brauchst du?". Dieser Haltungswechsel öffnet Räume, in denen neurologische Vielfalt als natürlich gilt und jedes Kind sein Potenzial entfalten kann.



Andrej Priboschek, Gründer von News4Teachers und selbst Arbeiterkind, analysiert mit journalistischer Schärfe, warum Milliarden in wirkungslose Reformen wie G8/G9 flossen, während Kinder aus armen Familien seit 25 Jahren abgehängt bleiben. Er vergleicht Schule mit einem Krankenhaus, das nur aus Ärzten besteht – ohne Pflegekräfte, ohne Verwaltung, ohne Sicherheitsnetz. Seine Vision: Schule nicht als Lernmaschine, sondern als lebendiger Organismus, in dem alle Beteiligten gesünder herauskommen, als sie hineingegangen sind. Was ihn trotz allem zuversichtlich stimmt: die vielen Schulen, die sich innerhalb des starren Systems trauen, Dinge einfach anders zu machen.



Bernhard Hanel erzählt von seiner "verrückten Idee", die an Pfingsten bei einem Kaffee in Stockholm entstand: Was wäre, wenn alle Kinder dieser Welt den Friedensnobelpreis bekämen? Nicht als Auszeichnung einer Leistung, sondern als radikaler Aufruf an uns Erwachsene, endlich Verantwortung zu übernehmen. Mit der fünf Meter großen Lichtpuppe Dundo verwandelte er das World Economic Forum in Davos – mitten in Trumps Rede – in einen Moment berührender Menschlichkeit. Sein Appell an Bildungsgestalter:innen: Wagt das totale Risiko! Nur wer ins Unverfügbare geht, ohne zu wissen, was passiert, kann wirklich Neues entstehen lassen. "Wenn ich alles absichere, bleibt es Mittelmaß", sagt Bernhard. Von Kindern können wir lernen, dass morgen immer alles möglich ist – diese Zuversicht brauchen wir jetzt. Das World Child Forum im Juli will genau diesen Raum öffnen: fünf Tage lang große Fragen spielerisch-künstlerisch neu bewegen.



Christoph Schmitt beschreibt mit der Klarheit eines Spurensuchers, warum die Denkfigur Schule ausgedient hat. In seiner Arbeit rund um Co-Learning in Bern zeigt er, wie Lernen gelingt, wenn es in echten Gemeinschaften stattfindet – beiläufig, projektbasiert und auf Augenhöhe. Jugendliche bauen Podcaststudios, gründen kleine Lernunternehmen und erleben sich als wichtigen Teil einer Community. Sein kommendes Buch „Schulschluss" ist keine weitere Reform-Idee, sondern eine Einladung, das Ende eines Konzepts auszuhalten – und von dort aus Neues zu denken. Christoph macht Mut zum Umdenken.



Die Beruflichen Schulen am Gradierwerk (BSG) in Bad Nauheim sind die größte berufliche Schule im Wetteraukreis. Wie entwickelt sich eine große, vielfältige Schule weiter? Einige Entwicklungsvorhaben sind bereits auf den Weg gebracht, im Februar beginnt ein weiterer gemeinsamer schulweiter Entwicklungsprozess.

Erlebe im Workshop mit Helga Breuninger und Michael Schratz den innovativen Digital Makerspace – einen KI-gestützten Lernraum. In der spielerischen Interaktion mit 3 virtuellen Schüler:innen kannst du die lernseitige Haltung üben und und die Wirkung unmittelbar erfahren. Deine Empathie und Beziehungskompetenzen werden gestärkt und du erhältst wertvolle Impulse für den Umgang mit Schüler:innen in herausfordernden Situationen. Ein neuer Ansatz für Lehrkräftebildung, der Wissen und Handeln auf einzigartige Weise verbindet!

Helga Breuninger und Michael Schratz sprechen über ihren Digital Maker Space – ein KI-gestütztes Übungstool, das eine zentrale Lücke in der Lehrkräftebildung schließt. Ihr Ansatz: Schüler:innen wollen nicht belehrt, sondern gesehen werden. Doch wie kommen wir vom Wissen ins Handeln? Im Digital Maker Space üben Lehrkräfte in einem spielerischen, schamfreien Raum den Umgang mit "verhaltensoriginellen" Schüler:innen – drei KI-Bots reagieren authentisch und unvorhersehbar. Das Besondere: Man kann verrückte Dinge ausprobieren, scheitern, neu beginnen – und dabei lernen, das Unplanbare im Unterricht zu meistern. Ein Praxistraining für lernseitige Orientierung, entwickelt mit einer Expeditionsgruppe aus Praktiker:innen.



Joana Breidenbach, Gründerin von Better Place und New-Work-Autorin, nimmt uns mit auf eine Reise von der verteilten Führung im Unternehmen bis zur Metakrise unserer Gesellschaft. Ihre Erkenntnis: Wer nur äußere Strukturen verändert, ohne die innere Reifung mitzunehmen, scheitert – in Unternehmen wie in Schulen. Die eigentliche Krise sieht sie in einer Disbalance zwischen Kontrolle und Lebendigkeit, zwischen Maschine und Garten. Ihre Zuversicht ist ehrlicher geworden: weniger Potenzial-Schwärmerei, mehr Realitätskontakt. Und eine Superpower für alle: bewusst entscheiden, wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken.



Jody McVittie verbindet ihre medizinische Expertise mit Schulentwicklung und plädiert für eine radikale Humanisierung unserer Lernorte. Sie zeigt auf, wie Lehrkräfte durch fundiertes Wissen über das Nervensystem und Trauma-Sensibilität vom bloßen „Manager“ zum echten „Leader“ im Klassenzimmer werden können. Statt auf transaktionale Belohnungssysteme setzt sie auf echte Beziehungskultur, in der Kinder die tiefe Überzeugung gewinnen: „Ich gehöre dazu, ich bin wichtig und ich kann Probleme lösen.“ Ein wegweisendes Gespräch darüber, wie wir Schulen zu Orten wandeln, in denen Co-Regulation stattfindet und Fehler als Wachstumschancen gefeiert werden.



Dennis Sawatzki und Kerstin Baumgart sprechen über die Rolle des DVLFB als bundesweite Stimme für die „dritte Phase“ der Lehrkräftebildung: Fort- und Weiterbildung im Berufsalltag. Im Gespräch mit Silke Weiss zeigen sie, warum gerade hier Ressourcen, verbindliche Qualitätsrahmen und bessere Strukturen fehlen – obwohl Schulen unter Druck stehen und Entwicklung dringend brauchen. Sie machen deutlich: Wirksame Fortbildung entsteht nicht nur durch Themen, sondern durch Lernkultur, Feedback, Coaching und professionelle Prozessbegleitung, die Schulen handlungsfähig macht. Für Bildungsakteur:innen ist das ein klarer Impuls, Fortbildung als Hebel für Schulentwicklung und Zuversicht neu zu denken.



Nina Bürklin spricht über Zuversicht als aktive, lernbare Haltung inmitten von Unsicherheit – und darüber, warum Bildung dafür ein zentraler Hebel ist. Ausgehend von ihrer Arbeit am AVE-Institut zeigt sie, wie Zuversicht über bloße Hoffnung hinausgeht: als bewusste Entscheidung, handlungsfähig zu bleiben und Zukunft gemeinsam zu gestalten. Anhand der „Woche der Zuversicht“ wird an konkreten Beispielen greifbar, wie Orte und Menschen Räume für Dialog, Wirksamkeit und neue Perspektiven eröffnen können. Ein Gespräch, das inspiriert, Lernkultur neu zu denken und Zuversicht als kulturelle Praxis im Alltag zu verankern.



Wie gelingt es Eltern so in Veränderungen an Schulen einzubinden, dass es in gegenseitige Unterstützung mündet und zu einer Win-Win-Situation wird? Was brauchen Eltern, damit sie zukunftsfähige Schritte der Schule mitgehen können? Mit Gelingensbeispielen aus der Praxis und Austausch.

Das Familiengrundschulzentrum Sonnenstraße verbindet Schule, Familien und Sozialraum. Mit FreiDay, JüL und digitalen Lernräumen entsteht ein Whole School Approach, der Selbstwirksamkeit, Teilhabe und die 17 Ziele in die Grundschule bringt. Der Ansatz, der beim Praxislabor vorgestellt wird, zeigt auf, wie Schulentwicklung, Sozialraum und Lernkultur zusammenwirken können, um Transformation im Kleinen erfahrbar und im Alltag der Grundschule wirksam zu machen.

Zum Finale des Bildungsgipfels laden wir Dich ein mit uns beim Galaabend zu feiern! Wir blicken gemeinsam auf die Perlen der Woche zurück und ein paar weitere Überraschungen haben wir auch parat! Wer erhält den Pioneers of Education Award und die 2 Zuversicht-Awards?

beWirken, Schule im Aufbruch und Pioneers of Education Consulting stellen sich vor. Im Dialog teilen wir Praxiswissen, Erfahrungen und vielfältige Ansätze – damit Schulen und Träger entdecken können, wie die Vielfalt unserer Ansätze zu ganzheitlichem Wandel und echter Wirksamkeit beiträgt.

Günes Seyfarth, Tochter türkischer Gastarbeiter:innen, Seriengründerin und Münchner Stadtratkandidatin, spricht über Zuversicht, Selbstwirksamkeit und Bildungstransformation. Ihre Kernbotschaft: Veränderung beginnt bei uns selbst – nicht durch Kontrolle des Außen, sondern durch innere Sicherheit und wertebasiertes Handeln.



Die IGS Eschersheim ist eine binnendifferenzierte integrierte Gesamtschule (Klassen 1–10) und Startchancen-Schule in sozial heterogenem Umfeld. Vielfalt in Kollegium und Schülerschaft verstehen wir als Stärke – ein gemeinschaftliches, kultursensibles Miteinander ist unser Auftrag. Im Praxislabor gibt die Schulleitung Einblicke in den Aufbau einer neuen Beziehungskultur und zeigt, wie Schüler:innen und Kollegium nachhaltig gestärkt werden.

Die IGS Flötenteich gestaltet Bildung ganzheitlich: selbstständiges Lernen in Jahrgangshäusern, individuelle Lernzeiten mit Coaches und Gruppenzeiten stärken Verantwortung und Gemeinschaft. Ein rhythmisierter Ganztag, projektorientiertes Arbeiten zu SDGs sowie alternative Leistungsformate fördern nachhaltiges, demokratisches Handeln.

Wie können wir in Schulen Räume schaffen, in denen sich alle wohlfühlen und etwas bewegen können? Der Workshop zeigt, wie mit dem Inner Development Guide (IDG) schulische Räume für Wohlbefinden, Selbstvertrauen und Kreativität entstehen. Wie können Lehrkräfte, Schulleitungen und vor allem Kinder und Jugendliche diese Ideen im Alltag umsetzen? Ein Workshop mit Bettina Rabe und Nicole Rosenboom, IDG Hub/ RealLabor Bremen

Judith Holle und Margaret Hallay sprechen über die Rolle und Bedeutung der Lernbegleitung in einem modernen Bildungssystem. Sie betonen, dass Lernbegleitung nicht nur den Lernenden in den Mittelpunkt stellt, sondern auch einen grundlegenden Perspektivwechsel erfordert: Weg vom klassischen Wissensvermitteln hin zu einem tiefen Verständnis von Lernprozessen. Dabei stehen persönliche Beziehungen, Partizipation und die Förderung individueller Potenziale im Fokus. Mit ihrer „Lernbegleiter Journey“ schaffen sie praxisnahe Ansätze, transformative Haltungsarbeit und innovative Methoden, um Lehrkräfte zu befähigen, die Schule der Zukunft aktiv mitzugestalten. Ein inspirierender Einblick in die transformative Kraft von Haltung und Struktur für eine lernende Gesellschaft.



Kamila Pasko bringt mit „Woody" – einem mobilen Tiny House nach Cradle-to-Cradle-Prinzipien – Kreislaufwirtschaft direkt auf den Schulhof. Kinder erleben dort Solarenergie, Pflanzen-Kläranlagen und natürliche Baumaterialien mit allen Sinnen und vergessen dabei, dass sie lernen. Die schönste Erfahrung: Innerhalb von fünf Minuten stellen Kinder 300 Fragen, die größere Räume öffnen als jedes Lehrbuch. Mila zeigt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung kein abstraktes Unterrichtsthema bleiben muss, sondern im gemeinsamen Entdecken und Anfassen lebendig wird. Zuversicht, sagt sie, entsteht nicht aus Wunschdenken – sondern aus den kleinen täglichen Beweisen, dass es funktioniert.



Kirsten Timmer teilt ihre Erfahrungen aus der Neuausrichtung der Arco-Schule und erklärt, warum wahre Potenzialentfaltung oft mehr als nur Freiheit braucht – nämlich haltgebende Strukturen, die Inspiration ermöglichen. Sie verknüpft tiefgreifendes Wissen über Entwicklungstrauma und das „Growth Mindset“, um aufzuzeigen, wie Kinder Resilienz aufbauen, indem sie Herausforderungen und Fehler als notwendigen Teil des Lernprozesses begrüßen. Ein fundierter Appell an alle Bildungsakteur:innen, durch echte Beziehung und Neugierde hinter das Verhalten von Kindern zu blicken und Zuversicht als den entscheidenden Nährboden für Wachstum zu kultivieren



An unserer Schule sind Leben und Lernen eng verbunden – als lernende Gemeinschaft, in der Kinder Selbstwirksamkeit erleben. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen lernen sie selbstbestimmt im eigenen Tempo, begleitet durch individuelle Plänearbeit und Lernfeedback. Persönlichkeitsentwicklung, Stärken entdecken und Verantwortung in der Gemeinschaft gehören ebenso dazu. Rituale und gemeinsame Momente stärken Beziehungen – damit alle wachsen können.

Kosha Joubert schafft mit dem Pocket Project Schutzräume der Heilung an Orten der Hoffnungslosigkeit – von Resilienzkreisen in der kriegsgezeichneten Ukraine bis hin zu Integrationslabs im deutschsprachigen Bildungsraum. Im Gespräch zeigt sie anhand eindrücklicher Beispiele, wie hinter politischen Meinungen und Wut oft tiefer, unverarbeiteter Schmerz liegt – und wie ein traumainformierter Blick diesen Schmerz sichtbar und wandelbar macht. Ihre Erfahrung aus der Arbeit mit 175 ausgebildeten jungen Facilitator:innen bestätigt: Wo Menschen authentisch teilen dürfen, entsteht Resilienz, Verbindung und Zuversicht. Ein kraftvoller Impuls für alle, die in Bildungskontexten eine Kultur der Fürsorge statt der Kontrolle kultivieren wollen.



Ladina Gerhard, gebürtige Schweizerin, erzählt von ihrem Schulweg durch drei Länder – Schweiz, Italien und Deutschland. In der neunten Klasse wechselte sie eigenständig und ohne Eltern an die Alemannenschule Wutöschingen. Ihre Motivation, über dieses Schulmodell öffentlich zu sprechen, speist sich aus der Erfahrung, dass Schule grundlegend anders funktionieren kann: mit Eigenverantwortung, Wahlfreiheit und Vertrauen.



Luise Haeggqwist verbindet auf einzigartige Weise theoretische Physik, Montessori-Pädagogik und Traumawissen. Als Mathelehrerin fragte sie sich, warum so viele Menschen an Mathematik scheitern – und fand die Antwort im Nervensystem: Wer gestresst ist, dessen Neokortex schaltet ab. Kein Lernen möglich. In ihren Workshops bringt sie dieses Wissen direkt in Schulen und zeigt, dass der Schlüssel zu besserem Lernen nicht bessere Didaktik ist, sondern mehr Sicherheit. Ihr Appell: Fragt eure Kinder nicht, ob sie das schaffen – fragt sie, wie es sich anfühlt. Daraus entsteht alles.



Maike Brendle spricht über Lernkultur zwischen Freiheit und Orientierung an der Schule für freie Entfaltung Schloss Tempelhof. Nach zehn Jahren hat das Team vier Säulen neu geschärft: Kulturtechniken, Gemeinschaft und Konsens, „Leben“ im Zeitalter von Medien und KI sowie Selbst-Ausdruck. Sie zeigt, wie Lernräder und ein Übergangsordner Struktur geben, ohne Noten oder Klassenarbeiten einzuführen, und wie Eltern als Mitgestaltende („Alle sind Schule“) Verantwortung mittragen. Für Bildungsinnovator:innen wird klar: Beziehung, Dialogfähigkeit und klare Rollen machen Entwicklung möglich – auch Richtung externer Prüfungen und wachsender Belastungen.



Margret Rasfeld und Ute Puder berichten über das RealLabor "Friedliche Bildungsrevolution" in Leipzig – ein Ort mitten in der Stadt, der aus dem Schmerz von Schülerbriefen entstanden ist. Hier wird sichtbar, was Kinder und Jugendliche wirklich bewegt, und hier können Menschen aller Generationen in echte Resonanz kommen. Das RealLabor steht für einen radikalen Haltungswandel: Vertrauen statt Angst, Beziehung statt Entfremdung, Gemeinschaft statt Konkurrenz. Margret und Ute schaffen einen Raum, in dem Schulteams, Eltern, Jugendliche und Initiativen zusammenkommen und erleben, wie Transformation konkret wird. Mit den Haltungswandelkarten und dem Herzfeld-Manifest geben sie praktische Impulse für alle, die Schulen zu Orten des Lebens machen wollen. Ihre Botschaft: Hört den Kindern zu – dort schlägt das Herz von morgen.



Thomas Lind, Anne Schabinger, Tabea Backes und Michael Pelzer sprechen als Team Bildungsgerechtigkeit am Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz darüber, wie das Startchancenprogramm in Rheinland-Pfalz zum echten Hebel für Schulentwicklung werden kann – nicht als Verwaltungsprogramm, sondern als gemeinsamer Lernprozess. Sie zeigen, wie Orientierung, Qualifizierung und Vernetzung Schulen dabei unterstützen, Ressourcen wirksam zu nutzen und Bildungserfolg weniger vom sozialen Hintergrund abhängig zu machen. Deutlich wird: Entscheidend sind klare Strukturen, verlässliche Begleitung und eine Lernkultur, die Entwicklung ermöglicht – getragen im Zusammenspiel mit dem Bildungsministerium Rheinland-Pfalz.



Myrle Dziak-Mahler, Geschäftsführerin von LernLog und ehemalige Leiterin des Zentrums für LehrerInnenbildung der Uni Köln, spricht mit Tanja über die fundamentale Transformation des Bildungssystems. Ihr zentrales Bild: Die Nachspielzeit ist vorbei – kosmetische Reparaturen am System reichen nicht mehr. Es braucht einen radikalen Neuanfang, bei dem Schulen von einer gemeinsamen Zukunftsvision aus rückwärts denken und entscheiden, was sie behalten, verändern oder loslassen.
Die Digitalisierung und KI sieht sie als große Chance für individualisiertes Lernen: Schüler:innen werden vom Objekt zum Subjekt ihres Lernwegs, Lehrkräfte wandeln sich von Wissensvermittlern zu Lernbegleitern mit mehr Zeit für Beziehungsarbeit. Voraussetzung ist jedoch Bildungsgerechtigkeit – alle Schüler:innen müssen gleichen Zugang zu digitalen Werkzeugen haben. Zuversicht entsteht durch Selbstwirksamkeit und das Aktivieren vorhandener Ressourcen – sowohl individuell als auch in Schulen als Organisationen.



Wie wir Lernräume so gestalten dass sie dem Wohlfühlen und der Entwicklung dienen. Was, wenn das 'schwierige' Verhalten eines Kindes kein Problem ist, das es zu lösen gilt, sondern ein Signal, das verstanden werden will? Welche Superpower uns hilft, einen Unterschied zu machen in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Für alle die eine bezogenen Lernkultur gestalten wollen. Ein Workshop mit Silke Weiß

Wir haben großes vor und möchten euch von unseren Plänen erzählen. Wie wäre es, wenn wir ein neues Berufsbild erschaffen und Lernbegleitung nicht nur ein Add on ist, sondern ein wichtiger Teil des multiprofessionellen Arbeitens an Schule wird? Die Allianz für Lernbegleitung trifft sich regelmäßig, um sich auszutauschen, gemeinsam wirksam zu werden und versteht sich als Hebamme für die Profession “Lernbegleiter:in”.

Christoph Schneider spricht über Zuversicht in Zeiten von Polykrisen – und darüber, warum „Optimismus nicht Pflicht“ ist, aber Handlungsfähigkeit stärkt. Er ordnet die Herausforderungen der sozial-ökologischen Transformation ein und zeigt am Beispiel von Design Tests for Future, wie aus Ohnmacht Gestaltung werden kann: durch gemeinsames Lernen, Experimentieren und konkrete nächste Schritte. Besonders für Bildung betont er, dass Demokratiebildung in Schulen mindestens so wichtig ist wie sozial-ökologische Bildung – damit junge Menschen Strukturen verstehen und verändern können. Das Gespräch macht Mut, Zukunftskompetenzen als Praxis der Verantwortung zu leben.



![]() | Oliver Reuther, Universität Hohenheim |
Prof. Dr. Julian Schmitz spricht über die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und die zentrale Rolle von Schule als Ort von Beziehung, Sicherheit und Entwicklung. Er erklärt, warum Prüfungsdruck, Systemerschöpfung und fehlende Beziehungsräume das Wohlbefinden junger Menschen massiv beeinflussen – und weshalb mentale Gesundheit keine Ergänzung, sondern Grundlage von Lernen ist. Anhand von Studien wie dem Schulbarometer und konkreten Schulbeispielen zeigt er, dass gute Lernkultur dort entsteht, wo Beziehung, Partizipation und zeitgemäße Lernformen ernst genommen werden. Das Gespräch macht deutlich, wie Bildungsakteur:innen mit kleinen, realistischen Schritten große Wirkung entfalten können – und warum Zuversicht im Bildungssystem immer im Miteinander beginnt.



Nils Altner nimmt uns mit auf eine körperlich spürbare Reise zur Zuversicht. Als Professor für Selbstfürsorge an der Alice-Salomon-Hochschule verbindet er Achtsamkeit, Vagus-Aktivierung und das Konzept der Healing Classrooms zu einem ganzheitlichen Ansatz für Bildung. Sein Credo: Es braucht gar nicht so viel Extra – sondern eine resonanzreiche Haltung, in der Lehrende sich als mitschwingende Menschen zur Verfügung stellen. Im Gespräch leitet er eine Live-Atemübung an, erklärt den Wounded Healer und plädiert dafür, Zuversicht nicht allein zu kultivieren, sondern gemeinsam – und die Demokratie zu verteidigen.



Roman Huber, Geschäftsführer von Mehr Demokratie e.V., erzählt, wie aus einem internen Corona-Konflikt das Format „Sprechen und Zuhören" entstand – und inzwischen zu einer Bewegung wurde. In über 200 Veranstaltungen und mit 1000 fortgebildeten Moderator:innen bringt das Format Menschen zusammen: nicht um zu diskutieren, sondern um sich wirklich zuzuhören. Drei Runden, vier Minuten, ein Thema – und in der dritten Runde sagt man Dinge, die einen selbst überraschen. Kultur vor Struktur, lautet Romans Überzeugung. Und Demokratie beginnt dort, wo wir aufhören, einander auszublenden.



Tim Ungert, Kristina Lind und Ricarda Peters sprechen über das SEE-Learning (Social, Emotional, and Ethical Learning), ein innovatives Projekt in der Lehrer:innenbildung an der RWTH Aachen, das angehende Lehrkräfte dabei begleitet, pädagogische Haltung, Beziehungskompetenz und Fachlichkeit von Beginn an zusammenzudenken. Am Beispiel der Zusammenarbeit mit der 4. Aachener Gesamtschule mit der Schulleiterin Kerstin Jansen und dem stellvertretenden Schulleiter Martin Billen zeigen sie gemeinsam, wie Studierende früh Verantwortung übernehmen und in realen Schulkontexten Lernräume mitgestalten. Es wird gezeigt, dass wirksame Lehrer:innenbildung nicht über fertige Konzepte entsteht, sondern über gemeinsame Entwicklungsprozesse zwischen Hochschule, Schule und Studierenden. Für Bildungsakteur:innen wird deutlich, wie solche Praxisformate Schulentwicklung, Lernkultur und Selbstwirksamkeit nachhaltig stärken können.



Saskia Sefranek, Geschäftsführerin von Acker e.V., berichtet, wie mittlerweile 100.000 Kinder an 2.000 Lernorten mit dreckigen Händen in der Erde den Kreislauf von Säen, Pflegen und Ernten erleben – und dabei weit mehr lernen als Gemüsewissen. Am Beet wachsen Selbstwirksamkeit, Gemeinschaftssinn und Resilienz ganz nebenbei mit. Damit Pädagog:innen diesen Schritt wagen, senkt Acker e.V. die Hürden konsequent: mit digitalen Fortbildungen, Lernmaterialien für alle Schulfächer, Jungpflanzen-Lieferungen und über 400 Ehrenamtlichen vor Ort. Gleichzeitig sucht das Team gezielt nach positiven Kipppunkten im Bildungssystem – über die Pädagog:innenausbildung, politische Allianzen und Leuchtturm-Projekte in Bundesländern wie Hamburg und Baden-Württemberg.



Sigrid Springmann-Preis hat fast 20 Jahre an einer Klinikschule gearbeitet und kennt die Notsignale junger Menschen wie kaum jemand sonst. Ihr Buch „Notsignale aus dem Klassenzimmer", geschrieben von 30 Autor:innen, ist mittlerweile in der dritten Auflage. Im Gespräch macht sie schmerzlich deutlich: Bei fast keinem erkrankten Kind spielt Schule keine Rolle. Gleichzeitig strahlt sie eine Zuversicht aus, die aus tiefer persönlicher Erfahrung gespeist ist – einem schweren Unfall, der ihr die Kostbarkeit des Lebens zeigte. Ihr Appell: Kinder wahrnehmen, authentisch wertschätzen, kleine Schritte gehen. Und sich selbst dabei nicht vergessen.



Silke Müller spricht über die digitale Lebenswelt von Kindern – und darüber, wie Schule und Gesellschaft sie darin zu oft allein lassen. Als Lehrerin seit über 20 Jahren und langjährige Schulleiterin beschreibt sie, wie Cybermobbing, verstörende Inhalte und Abhängigkeiten Beziehungen und psychische Gesundheit belasten – und warum reine Verbote oder technische Sperren keinen echten Schutz bieten. Mit der Social-Media-Sprechstunde zeigt sie einen konkreten Ansatz, der Vertrauen, sichere Räume und Handlungsfähigkeit stärkt. Ihre Botschaft: Medienkompetenz, Wertebildung und echte Beteiligung müssen zum Kern von Schulentwicklung werden – ab Klasse 1.
Silke Müller macht klar: Kinder brauchen nicht mehr Kontrolle, sondern verlässliche Beziehungen und Erwachsene, die hinschauen. Sie plädiert für kluge Regulierung plus gelebte Medienkompetenz – und für eine Schule, die Kindern wirklich Stimme und Schutz gibt.



![]() | Carolin Windel |
Stefan Scharfe und Sophie Sonnemann sprechen über die tiefe Verbindung zwischen Mensch, Natur und Bewusstsein – und darüber, was das konkret für unsere Verantwortung in Bildung bedeutet. Mit ihrem Verein Miya Forest e.V. zeigen sie, wie durch Mitgestaltung Mini-Wälder vor der eigenen Schultür entstehen und wie Naturerfahrung, Bewusstseinsbildung und nachhaltiges Denken lebendig in Schule verankert werden können. Dabei geht es nicht nur um Umweltbildung, sondern um Selbstwirksamkeit, Verbundenheit und die Erfahrung, Teil eines größeren lebendigen Systems zu sein.



Erlebe in diesem Workshop, wie das Format Sprechen und Zuhören von Mehr Demokratie e.V. zu mehr Beteiligung, gegenseitigem Verständnis und einer lebendigen demokratischen Kultur beitragen kann. Gemeinsam erforschen wir, welche Möglichkeiten das Format Sprechen und Zuhören für Deinen schulischen Kontext eröffnen kann. Ein Workshop mit Tanja Bunzel und Sarah Nannemann

Susanne Krämer spricht über Achtsamkeit als Schlüssel für Bildungstransformation in Zeiten multipler Krisen. An der Universität Leipzig leitet sie das Projekt „Achtsamkeit in der Bildung – Hochschulkultur“ und verfolgt einen Whole Institution Approach, der Studierende, Lehrende und Verwaltung gleichermaßen einbezieht. In Kooperation mit dem Landesamt für Schule und Bildung bringt sie achtsamkeitsbasierte Programme inzwischen in 72 Schulen in Sachsen. Ihre Botschaft: Wer Selbstwahrnehmung, Emotionsregulation und Beziehungskompetenz stärkt, schafft die Grundlage für Zuversicht – und für eine Lernkultur, die Krisen nicht verdrängt, sondern konstruktiv gestaltet.



Silke Weiß und Tanja Wessendorf sprechen im Eröffnungsinterview des Bildungsgipfels 2026 darüber, wie Zuversicht zu einem aktiven Gestaltungsprinzip in der Bildung wird. Sie teilen ihre Überzeugung, dass Zuversicht mehr als bloße Hoffnung ist – sie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, realistisch zu handeln und zusammen mit Gleichgesinnten kleine und große Veränderungen anzustoßen. Mit eindrucksvollen Beispielen aus den Interviews und Praxislaboren laden sie dazu ein, die eigene Wirksamkeit zu entdecken und das Bildungssystem aktiv mitzugestalten. Der Bildungsgipfel wird zu einem Ort der Inspiration, Vernetzung und konkreten Handlungsimpulse.



Thomas Hübl spricht über Zuversicht als unmittelbaren Effekt von Selbstkontakt – nicht als Hoffnung auf eine bessere Zukunft, sondern als gegenwärtige Gestaltungskraft. Er zeigt auf, wie Zukunftsängste junger Menschen oft ein kollektiver Entgiftungsprozess sind: Unverarbeitete gesellschaftliche Wunden drängen an die Oberfläche. Seine zentrale Botschaft: Bildungseinrichtungen brauchen kollektive Heilungsräume, in denen Emotionen als "Bindegewebe der Gesellschaft" verstanden werden. Statt Therapie-Wartelisten plädiert er für Gemeinschaften, die gemeinsam verarbeiten. Sein Vorschlag eines Schulfachs "Lebenskunst" – mit Selbstregulation, Beziehungsfähigkeit und Konfliktkultur – ist kein Nice-to-have, sondern ein "essential skill" für eine zuversichtliche Generation.



Vivian Breucker spricht über die Frage, warum Schule trotz jahrzehntelanger Lernforschung oft nicht so lernerzentriert ist, wie sie sein könnte. Aus ihrer Arbeit in der offenen Schule Köln und der Entwicklung der X-Schule zeigt sie, wie Lernkultur neu gedacht werden kann – mit mehr Selbstbestimmung, Verantwortung und Vertrauen in junge Menschen. Sie macht deutlich, dass angesichts von Krisen, psychischer Belastung und gesellschaftlichem Wandel nicht nur Tempo, sondern Haltung entscheidend ist. Ihr zentrales Plädoyer: Bildung braucht Räume, in denen Kinder und Jugendliche wirklich entscheiden können, was und wie sie lernen – als Grundlage für Zukunftskompetenz und Zuversicht.



Was hat die “Kraft des Wir” im letzten Jahr auf die Beine gestellt und wie sind sie auf der Didacta 2026 präsent? Margret Rasfeld, Dr. Helga Breuninger, Silke Weiß, Ute Puder, Tina Schütze-Fulton und Prof. Michael Schratz blicken auf das, was aus der Kooperation erwachsen ist und lüften den Vorhang zu einer berührenden Kunstaktion.






