Pioneers of Education

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12. November

Mit der Kraft des Wir die Zukunft unseres Bildungssystems gestalten.

Emil Zitlau

Coach, Bildungswissenschaftler, Vollzeitpapa
Emil Zitlau
Interview mit Emil Zitlau
Interview Gordon Neufeld 2019
AUDIO - Interview mit Emil Zitlau

Wir sind die Generation, die Heilungsarbeit leistet

Emil Zitlau's Mission ist es Eltern und Fachkräfte dabei zu unterstützen, Kinder in ihrem Verhalten besser zu verstehen und sie in ihrem Wachstum zu begleiten. Dazu bietet er auch Kurse an.

Schon früh in seiner Elternschaft hatte er ein tiefes Bedürfnis, kindliche Entwicklung und die fruchtbaren Bedingungen des Wachstums zu erforschen. In seinem Bachelor-Studium erlernte er die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und entdeckte eine Vielzahl erkenntnisreicher Theorien und Modellen. Sein Wunsch ist es diesen Wissensschatz in einer Sprache des Herzens weiterzugeben und eine Vielfalt von Lebensentwürfen zu unterstützen, anstatt dogmatische Beschränkungen zu festigen.

In der Tiefe beschäftige er sich einerseits mit Entwicklungsthemen wie Bindung, Emotionen und Spiel. Andererseits liegen ihm auch die Entwicklung von Bildungsthemen abseits des Regelschulsystems am Herzen. Eines der einflussreichsten Modelle für sein Entwicklungsverständnis war mit Sicherheit der bindungsbasierte Entwicklungsansatz von Gordon Neufeld. Gleichzeitig ernsthaft und mit einem Augenzwinkern behaupt er gerne, dass seine Rolle als Vollzeitpapa seine intensivste Ausbildung sei.

7 Kommentare

  • Gabi Vitz

    Das Fundament deiner Haltung entspricht genau der „Gewaltfreien Kommunikation „. Ist auch schon in meiner Generation (Jg.1962) seit langem Thema . Veränderung passiert sehr sehr langsam. Doch es bewegt sich was. Danke an alle, die dran bleiben!

  • Susan

    Interessanter Ansatz und spannender Input zur frühen Kindesentwicklung. Es kommen Fragen auf bei mir:
    Wie schaffe ich es als Lehrerin, bei einem ‚bepanzerten‘ Schüler etwas mehr vom weichen Herzen freizulegen?

    Wie kann ich Anteile des Neufeld Ansatzes umsetzen in einem Schulsystem das in fast allen Bereichen diesem Ansatz zuwider läuft?!

    • Hallo Susan,

      das sind sehr wichtige Fragen und es gibt darauf natürliche keine allgemeingültige Antwort. Tatsächlich ist eine der größten Missstände aktueller Verhältnisse, dass die Verteilungen von Aufmerksamkeit und guten Bindungen genau verdreht ist.

      „Gute“ Schüler:innen erhalten meist den Großteil der Zuwendung, während „schwierige“ Schüler:innen häufig nur Zuwendung und Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie stören. Und meist in Form von Zurechtweisung, was ein „Aufweichen“ unmöglich macht. An dieser Stelle braucht es definitiv andere Bedingungen und ein generelles Umdenken.

      Der Großteil der Aufmerksamkeit MUSS an die „Schüler:innen in Not“ gehen, die kaum Unterstützung an anderer Stelle erhalten. Hier gilt dann Beziehung statt Belehrung. Und Lehrkräfte brauchen einfach mehr Kompetenz im zwischenmenschlichen Bereich. Reine Fachdidaktik reicht hierfür nicht aus.

      Die gute Nachricht ist, dass DU selbst die Beziehung zu jedem*jeder Schüler*in gestalten kannst.

  • Gyde

    Toll – spricht mir total aus der Seele! Wir brauchen Menschen, die verstehen, dass nicht „die eine“ Schule für alle gut ist, sondern dass auch hier Konkurrenz das Geschäft belebt. Wir können alle voneinander lernen. Ich bin Lehrerin an einer normalen staatlichen Grundschule. Aber ich habe das Gefühl, auch viele staatliche Schulen sind auf einem guten Weg in offeneres und demokratischeres Lernen, ohne dabei diejenigen aus dem Auge zu verlieren, die mehr Anleitung und Struktur brauchen als andere. Auch hier ist Bindung wichtig und dass wir, also Lehrer/innen, Kinder und Eltern, uns gegenseitig in unserer Verschiedenheit ernst nehmen und respektieren. Dann können alle gemeinsam wachsen.

    • Danke Gyde für das Teilen deiner Gedanken.

      Ja es würden am Ende alle von mehr Diversität profitieren (auch die staatlichen Systeme)
      Weniger „Problemschüler*innen, weil diese in anderen Settings passendere Umgebungen erhalten.
      und mehr Veränderungsanreize für das staatliche System, da keine Monopolstellung mehr.

      WIN-WIN.

  • Katrin Moshage

    Spritzig, lebendig, motivierend , berührend…..eine schöne Stunde in der ich mich sehr wohl gefühlt habe! Und auch Tränen der Berührung, in Gedanken an die eigene Geschichte…. Danke!!

    • Danke Katrin für dein Feedback. Das freut und berührt mich sehr, dass dir diese Stunde so viel geben konnte.

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